Nächste Runde für die KfW Förderung

Die KfW Förderung für private Ladestationen geht in die nächste Runde.

Wir haben weiterhin Ladestationen auf Lager und machen Ihnen gerne ein Komplettangebot für die Installation.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch an +49 2661 / 6262-16 oder per Mail an m.lenz@mann-energie.de.

Für weitere Infos gelangen Sie hier zur KfW-Seite.

„Überholspur“ oder Mogelpackung?

Interessant, was Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Anfang Juli dem „Tagesspiegel“ gesagt hat: Noch in diesem Monat werde man das Ziel von einer Million Elektroautos in Deutschland erreichen. Zudem werde es 2021 eine Rekordförderung für diese geben. Offenbar macht die Kaufprämie Wagen mit alternativen Antrieben attraktiver. Bemerkenswert ist allerdings, dass die doch eigentlich im Sinne des Klimaschutzes geförderten Automobile nur ungefähr zur Hälfte rein elektrische Fahrzeuge sind – die andere Hälfte machen Plug-in-Hybride aus.

Die Verkehrswende mit Elektromobilität ist nur sinnvoll, wenn mit hundertprozentigem Ökostrom geladen wird. (Foto: Juice Technology)

Die Verkehrswende mit Elektromobilität ist nur sinnvoll, wenn mit hundertprozentigem Ökostrom geladen wird. (Foto: Juice Technology)

Dass Altmaier nicht zwischen vollelektrischen und „Plug-ins“ unterscheidet, sondern die unterschiedlichen Fahrzeugtypen als „Elektroautos“ vermischt, mag man befremdlich finden, wenn nicht gar als Augenwischerei beurteilen. Denn Fakt ist: Plug-in-Hybridfahrzeuge verfügen sowohl über einen klassischen Verbrennungsmotor als auch über einen Elektroantrieb, dessen Batterie sich an der Steckdose aufladen lässt.

An sich sei das durchaus eine gute Idee, bewerten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Verkehrsclub Deutschland VCD in einem gemeinsamen Faktenpapier. Kurze Strecken könnten so elektrisch, längere mit „Verbrenner“ bewältigt werden. Problematisch sei allerdings, dass die Realität eben ein ganz anderes Bild zeige: Tatsächlich werden die Fahrzeuge von ihren Nutzern nämlich selten geladen, wodurch der reale Kraftstoffverbrauch – und somit CO2-Emissionen – im hohen Maße über den Herstellerangaben lägen. So seien „Plug-ins“ eher „Spritfresser im grünen Mäntelchen“.

Viele Umweltschutzverbände und Institute kommen gleichfalls zu der Erkenntnis, dass die Wagen nicht halten, was sie versprechen. Die Deutsche Umwelt Hilfe (DUH) untersuchte im vergangenen Jahr mehrere Plug-in-Hybrid-Modelle und stellte fest, dass diese im realen Fahrbetrieb ein vielfaches an CO2 ausstießen und somit die Normwerte deutlich überschritten. Das Messverfahren, so der Verein, müsse daher dringend umgestellt werden, man solle endlich anfangen, die Realemissionen zu ermitteln. Denn nur aufgrund dieser könne die Klimafreundlichkeit eines Fahrzeugs wirklich beurteilt werden. Gleichermaßen müsse folglich auch die staatliche Förderung daran orientiert werden. Rein elektrisch, so urteilt wiederum der ADAC, komme ein „normales“ Hybridfahrzeug im niedrigeren Geschwindigkeitsbereich nur wenige Kilometer weit.

Dass die elektrische Reichweite im Grunde viel zu gering ist und das Auto somit die meiste Zeit als konventioneller Verbrenner unterwegs ist, macht die Kaufprämie, die für den Erwerb ausgeschüttet wird, im Sinne des Umweltschutzes umso absurder. Insbesondere, weil noch hinzukommt, dass die beiden Antriebssysteme auch zwangsläufig mehr Gewicht bedeuten, die Fahrzeuge also schwerer sind als jene mit nur einem Motor und dadurch mehr Energie verbrauchen.

Wie zynisch die Förderung von Plug-in-Hybridfahrzeugen im Namen des Klimaschutzes ist, beweist eine Studie, die das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), „Öko-Institut e.V.“ sowie „Transport & Environment“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführt haben: Da sie zu oft im Verbrennermodus unterwegs seien, gefährdet der Boom der Plug-in-Hybride die Klimaziele im Verkehr sogar!

Dennoch spricht das Kraftfahrtbundesamt zu Beginn 2021 nicht ganz zu Unrecht von einer „Überholspur“, auf der sich Elektromobilität in Deutschland befinde. Tatsächlich entscheiden sich mittlerweile auch immer mehr Menschen für ein reines E-Auto. Vor zehn Jahren betrug die Anzahl an Neuzulassungen vollelektrischer Pkw in Deutschland noch „magere“ 2.154, was lediglich 0,07 Prozent Marktanteil aller damals neuzugelassenen Pkw ausmachte. Vier Jahre später, 2015, waren es zwar immerhin schon 12.363 Autos – ihr Anteil lag jedoch nur bei knapp 0,4 Prozent. 2017 belief sich die Zahl der E-Autos dann plötzlich auf enorme 25.056 Fahrzeuge. Sie hatten damit aber immer noch nur einen Marktanteil von 0,7 Prozent. Ein gewaltiger Schritt war von 2019 auf 2020 festzustellen: 2019 kamen Elektroautos auf 63.281 Neuzulassungen, ihr Anteil damit auf 1,8 Prozent – 2020 waren es hingegen 194.163 E-Autos, was einen Marktanteil von 6,7 Prozent bedeutete! Durchaus ein Erfolg für die „Stromer“.

Allerdings – blickt man auf das letzte Jahr, muss ebenso die andere Seite der Wahrheit festgehalten werden: Den 194.163 vollelektrischen Wagen stehen weitaus mehr Hybridfahrzeuge gegenüber – 527.864! Das sind demnach 6,7 Prozent E-Autos gegenüber 18,1 Prozent Hybridwagen.

„Man ist ja auch nicht halbschwanger“, verdeutlicht MANN-Chef Markus Mann die Scheinheiligkeit der Hybrid-Systeme. Zwar befinden sich im Fuhrpark des Langenbacher Energieversorgers neben acht rein elektrischen Autos auch zwei Hybridwagen. Dass die vor wenigen Jahren für zwei MANN-Mitarbeiter angeschafft werden mussten, sei damals jedoch schlichtweg alternativlos gewesen, da gelegentlich sehr weite Strecken zurückgelegt werden. Doch beide Mitarbeiter, so der Firmenchef, forcierten inzwischen einen schnellstmöglichen Umstieg auf reine Elektroautos.

Weiterhin verursacht der Individualverkehr zu hohe CO2-Emissionen. (Foto: Bork/pixelio.de)

Denn: In der Tat muss die „Reichweitensorge“ mittlerweile nicht mehr zwingend vom Kauf eines vollelektrischen Autos abhalten. So teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Anfang Juli mit, dass der Ladeinfrastrukturausbau in der Fläche vorankomme, sowohl in Metropolen als auch in Städten jeder Größe und in Landgemeinden. Die Verdichtung des Ladenetzes sei „spürbar“.

Es tut sich also viel bei der Elektromobilität in Deutschland. Das „Center of Automotive Management“ (CAM) prognostiziert in einer Elektro-Studie, dass 2025 mehr als ein Viertel der Neuzulassungen elektrische Modelle sein werden – mit deutlichem Trend zu mehr rein elektrischen Fahrzeugen als „Plug-ins“. Denn man müsse damit rechnen, so die Studie des CAM, dass sich aufgrund der Diskrepanz zwischen Norm- und Realverbräuchen von Plug-in-Hybriden eine Anpassung der Förderkulissen ergebe – und damit sinkende Neuzulassungsanteile. In den 2030er-Jahren könne der Verbrennungsmotor dann sogar in eine Nischenrolle gedrängt werden.

Doch sollte bei aller Euphorie eines nicht vergessen werden: Selbst das beste Elektrofahrzeug bringt keine positive Klimabilanz, wenn es mit Atom- und Kohlestrom „betankt“ wird. Einen wirklich günstigen CO2-Fußabdruck erzielt der Stromer nur, wenn er mit hundertprozentigem, zertifiziertem Ökostrom geladen wird. So, wie es bei MANN schon längst selbstverständlich ist. Alle elektrischen Firmen-Pkw werden an den vor elf Jahren auf dem Langenbacher Betriebsgelände installierten Elektro-Ladesäulen auf- und nachgeladen, durch die der von „MANN Naturenergie“ vertriebene Grünstrom direkt in die Fahrzeuge „fließt“.

Uwe Schmalenbach

„Ich stehe hinter der Sache“

Markus Langenbach freut sich, das “Team E-Mobilität” zu verstärken.

„Ich habe das Gefühl, ich bin nur aus Marketinggründen eingestellt worden“, lacht Markus Langenbach. Immerhin arbeite er doch für Markus Mann in Langenbach. Aber keine Sorge, der Wäller scherzt natürlich nur! Der Elektriker, der neu zum Team von „MANN Naturenergie“ gestoßen ist, verdankt seine Anstellung allein seiner – buchstäblich meisterhaften – Qualifikation.

Die Elektromobilität erlebt derzeit einen wahren Boom. Das kann auch „MANN Naturenergie“ feststellen: Weil immer mehr Menschen ihr E-Auto zu Hause oder an ihrer Firma laden möchten, steigt gleichermaßen die Nachfrage nach der Ladeinfrastruktur. Beim Langenbacher Energieversorger gibt es daher eigens die „Abteilung E-Mobilität“, die sich darum kümmert, dass für jeden Kunden der Strom verlässlich aus der „Wallbox“ kommt. Um dem stetig wachsenden Bedarf weiterhin gerecht werden zu können, verstärkt seit 1. Juli Markus Langenbach das Team.

Der aus Wallmenroth Stammende ist als Elektromeister sogar ein besonders versierter Fachmann. „Gelernt habe ich den Beruf des Elektroinstallateurs – beziehungsweise ,Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik‘“, erzählt Langenbach. Seine Ausbildung absolvierte er bei einer Firma in Betzdorf, arbeitete nach der Lehre dann zunächst für einen anderen Installationsbetrieb in der am Zusammenfluss von Sieg und Heller gelegenen Stadt.

Bereits während der 2007 abgeschlossenen Lehre habe er eine große Bandbreite an Aufgaben verrichten müssen: „Da ging es wirklich von: ,Kannst du mal gerade eine Steckdose anbringen‘? Über komplette Neubauten und Altbausanierungen, Kundendienst bis zu ,Könnt ihr uns die Waschmaschine reparieren?‘“, schildert Langenbach. „Ich glaube, da bin ich schon ein bisschen gereift.“

Genauso war es bei seiner zweiten beruflichen Station: „Bei dem Unternehmen, in dem ich nach der Ausbildung war, haben wir viel ,auf Montage‘ gemacht. Mal fünf Wochen in Bonn oder in Frankfurt, oft alleine. Auch da bin ich dann noch einmal gewachsen. Da hattest du eben keinen mehr, den du fragen kannst.“ In dem Installationsbetrieb arbeitete der damals noch recht „frisch“ Ausgebildete, bis ihn erneut der Ehrgeiz packte: „Da bin ich nach Siegen gegangen und habe mein Fachabitur für Elektrotechnik nachgeholt. Weil da auch die Frage war: ,Was willst du denn mal machen‘?“

Während er abermals die Schulbank drückte, entdeckte Langenbach eines Tages eine Stellenanzeige: Für die vom Abwasserzweckverband Betzdorf-Kirchen-

Daaden betriebene Kläranlage in Wallmenroth wurde ein Elektrikergeselle gesucht. Langenbach bewarb sich erfolgreich um die Stelle und arbeitete somit fortan in seinem Wohnort.

Dem jungen Wäller war es gleichermaßen wichtig, neue Kompetenzen zu erlernen. Immer mal wieder ein Tagesseminar besuchen, an einer speziellen Schulung teilnehmen – so konnte sich der Fleißige weiterentwickeln. Vor allem aber ein Umstand sei für ihn prägend gewesen: Als er sich im Betrieb eines Auszubildenden annehmen sollte und diesem manche Frage einfach nicht beantworten konnte. Dies sei ihm total unangenehm, ja, richtig peinlich gewesen. Und so entschloss sich der Geselle kurzum dazu, einen Ausbilderschein zu erwerben.

Doch das sollte nicht alles bleiben, Langenbach wollte sein Wissen nun noch mehr vertiefen. Daher stand für ihn fest: „Der Meister“ muss her. „Ich habe mich dann für den Bereich Industriemeister entschieden“, führt der zielstrebige Elektriker aus. Erneut scheute er – begleitend zu seiner Vollzeitstelle – weder Zeit noch Aufwand, um seine Ambition in die Tat umzusetzen. Ein großer Einsatz und eine enorme Leistung des jungen Wällers! 2016 war es schließlich so weit, und Markus Langenbach konnte sich über seinen beruflichen Erfolg freuen.

MANN war Langenbach damals bereits bekannt. „Ganz ehrlich: Ich denke mal, wer im Westerwald aufgewachsen ist, dem ist ,MANN Naturenergie‘ definitiv ein Begriff“, lächelt Markus Langenbach. Ihm persönlich war es das umso mehr, da er bereits seit einiger Zeit Stromkunde bei dem Westerwälder Energieversorger war und ebenso Hartholz-Briketts bezog. „Für mich war beim Kauf meines Hauses klar, einen Energieversorgungsvertrag bei MANN abzuschließen. Und dann setzt man sich natürlich noch ein bisschen intensiver mit dem Unternehmen auseinander.“ Der Wäller Betrieb habe ihm sehr imponiert, MANN habe etwa einen außerordentlich gelungenen Internetauftritt, lobt Markus Langenbach. Dadurch habe er regelmäßig mitbekommen, „was die da alles Innovatives machen.“

„Naja, und irgendwann war dann von MANN eine Stelle ausgeschrieben worden“, erzählt Langenbach. Die zu entdecken, war für den Wallmenrother eine glückliche Fügung, hatte er sich doch schon länger eine berufliche Veränderung gewünscht. „Aber es musste natürlich auch etwas Vernünftiges sein“, schiebt er hinterher. Ein spannender Arbeitsplatz bei „seinem“ Energieversorger, jenem Unternehmen, dessen Philosophie und Arbeitsweise Langenbach ohnehin bereits bewunderte, kam ihm da gerade recht: „E-Mobilität fand ich mega geil, und das Unternehmen an sich ja auch schon wahnsinnig interessant! Somit war die Entscheidung relativ schnell getroffen.“

„Schlag auf Schlag“ sei es dann gegangen. Nach einer erfolgreichen Bewerbung wurde Markus Langenbach Teil des Teams. Die Aufgabenbereiche seien erfreulich vielfältig. Er hilft Kunden bei der Auswahl der geeigneten Ladeinfrastruktur, installiert „Wallbox“ und Co. oder gibt Tipps für die richtige Anzahl der Ladepunkte. „Ich denke, die beratende Tätigkeit beim Kunden ist mitunter die wichtigste. Damit man ihm auch das anbieten kann, was für ihn das Sinnvollste ist.“ Übrigens scheut sich Langenbach auch als Meister nach wie vor nicht, immer mal wieder einen Blick in die Bücher zu werfen; wo er sein Wissen noch erweitern kann, lese er sich gerne ein. „Ich stehe hinter der Sache. Ich finde das, was hier gemacht wird, einfach cool. Und es ist mir wichtig, den Leuten alles authentisch rüberzubringen.“

Authentisch ist Markus Langenbach als Befürworter regenerativer Energien allemal! In seinem Heim in Wallmenroth produziert der Familienvater seinen eigenen Ökostrom: „Wir haben eine 9,8-Kilowatt-Peak-Photovoltaikanlage mit einem 9,0-Kilowattstunden-Speicher“, verdeutlicht der Hausherr. Zudem besitze er eine Stromheizung mit Infrarotheizstrahlern. Somit erzählt Langenbach Kunden nicht nur von erneuerbaren Energiequellen – er lebt den Umgang mit ihnen selber vor.

Dies schließt natürlich ebenso seinen Arbeitsalltag als Handwerker ein: Wenn der freundliche MANN-Mitarbeiter unterwegs zu Kunden ist, fährt er selbstverständlich vollelektrisch und lädt das Fahrzeug bei Bedarf einfach auf dem Betriebsgelände von MANN – und damit mit hundertprozentigem Ökostrom. So ist Markus Langenbach tatsächlich auf sämtlichen Ebenen ein glaubhafter Verfechter regenerativer Energien. „Man lebt von Erfahrungswerten“, ist er überzeugt.

Elektromobilität boomt. Damit immer mehr Menschen die passende Ladeinfrastruktur erhalten können, steht der Elektromeister mit Rat und Tat zur Seite und ist, etwa im “e-Jumpy”, schnell zur Stelle.

Elektromobilität boomt. Damit immer mehr Menschen die passende Ladeinfrastruktur erhalten können, steht der Elektromeister mit Rat und Tat zur Seite und ist, etwa im “e-Jumpy”, schnell zur Stelle.

Sei es der „ë-Jumpy“ von Citroën oder der „Renault Zoe E-tech“, mit dem Langenbach beim Kunden vorfährt, von der Alltagstauglichkeit der Stromer ist der neue MANN-Mitarbeiter vollauf begeistert, lobt mit dem „Zoe“ etwa einen „super Stadtflitzer, mega cool und mit guter Reichweite!“ Das zeigt: Nicht nur für Privatpersonen kann ein Elektroauto bestens geeignet sein. „Wir haben jetzt auch Erfahrungswerte für einen ortsansässigen Installateur“, betont der Wallmenrother. Als Handwerker sei es überhaupt kein Problem, Elektromobilität in den Arbeitsalltag einzubauen. „Ob das jetzt ein Gas-Wasser-, oder Elektroinstallateur ist, Maler oder sonst irgendwas. Du hast einen Dreisitzer, der eine riesige Ladefläche hat, das Ding ist mega geil – und es fährt elektrisch“, sagt er über den E-Lieferwagen des Elektromobilitätsteams.

Und so werde man eben auch seiner Glaubwürdigkeit vor einem Kunden gerecht, unterstreicht Langenbach. Es lasse sich doch viel besser etwas vermitteln, das man selber täglich nutze: „Natürlich kann ich mich mit einem PC hinsetzen oder ein Datenblatt vorlesen. Aber wenn ich einen Handwerker von MANN treffe, von dem ich weiß: Der fährt seit einem Jahr mit so einer Kiste quer durch die Gegend und tut es immer noch – dann kann der Wagen nicht so schlecht sein! Es gibt viele Vorurteile gegenüber E-Mobilität. Aber wenn man die mal hinterfragt – dann kriegt man die alle weggekegelt!“

Mit E-Mobilität hat MANN jahrelange Erfahrung

Seit zehn Jahren setzt MANN Naturenergie im firmeneigenen Fuhrpark auf Elektromobilität. Hatte Markus Mann 2011 noch mit einem „fahrbaren Schuhkarton“ begonnen, sieht die Sache heute schon ganz anders aus.

Nun stehen den MANN-Mitarbeitern drei „BMW i3“, zwei „Renault ZOE E-Techs“, zwei „Kia e-Niros“, ein „ë-Jumpy“ von Citroën sowie je ein „Kia e-Niro Hybrid“ und „Audi Hybrid“ zur Verfügung.

Die Erfahrung, die das Langenbacher Unternehmen mit den Firmenwagen gemacht hat, ist durchweg positiv. Der älteste „BMW i3“ von MANN kommt auf 120.000 Kilometer, ist acht Jahre alt und hat immer noch eine Batteriekapazität von 78 Prozent! Zudem musste er, außer zur Inspektion und für den Reifenwechsel, noch nie in die Werkstatt. Auch der „ë-Jumpy“-Transporter, der mit seiner 75k Wh-Batterie 330 Kilometer ohne Nachladen schafft, hat sich für die MANN-Handwerker im täglichen Arbeitsalltag bereits bestens bewährt.

Und: Die „fahrbaren Untersätze“ werden natürlich ausschließlich mit hunderprozentigem Ökostrom an der firmeneigenen Elektro-Ladesäule „betankt“ – die bereits seit elf Jahren verlässlich ihren Dienst verrichtet.

Uwe Schmalenbach

„Wir sind in zehn Minuten da“

„Mit Robotern haben viele Menschen noch keinen Kontakt gehabt – obwohl es hier im Westerwald eine Menge Hightech gibt“, sagt Michael Alhäuser. Die jedoch arbeite halt meist unauffällig und unbemerkt hinter Werkstoren, ergänzt der Geschäftsführer der „AWW Engineering GmbH“. Die Firma hat den neuen Roboter für die „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) geliefert.

Im Westerwald gibt es eine Menge Hightech – allerdings zumeist eher “unsichtbar” hinter Hecken und Zäunen so wie hier bei AWW in Norken.

Im Westerwald gibt es eine Menge Hightech – allerdings zumeist eher “unsichtbar” hinter Hecken und Zäunen so wie hier bei AWW in Norken.

„Markus Mann kannte unsere Firma, doch er wusste nicht genau, was wir alles machen“, schildert Michael Alhäuser. „Wir sind in dem ganzen Thema seit fast 20 Jahren aktiv.“ Ursprünglich komme „AWW Engineering“ aus der Schweißtechnik. „Wobei: Ob ein Roboter schweißt, ein Sack Pellets dranhängt oder etwas anderes, ist erst einmal egal“, erläutert der Diplom-Ingenieur. Denn der Roboter, wie ihn sein Unternehmen bei Herstellern wie Kuka beziehe (dort wurde der Roboter für die WWP auch gebaut), sei nur ein „dummes“ Gebilde aus Stahl und ein paar Elektromotoren und könne zunächst: nichts. „Es ist immer eine individuelle Programmierung, die der Anlage sagt, was sie tun muss, in welcher Geschwindigkeit und nahezu unbegrenzt weitere Variablen mehr.“

Bevor ein Roboter aufgestellt und programmiert werden kann, sei gründliche Beratung nötig, beschreibt der AWW-Geschäftsführer das Vorgehen: „Viele Kunden kommen zu uns und wissen nur: ‚Wir haben ein Problem.‘ Wir gucken uns dann an, worin das Problem oder besser die Aufgabe besteht, und vor allem schauen wir nach der Lösung. Auf der Grundlage beraten wir den Kunden, in welchem Umfang man etwas machen kann, und auch ein ‚erstes Preisschild‘ muss man drankleben, damit der Kunde weiß, was auf ihn zukommen könnte“, erklärt Michael Alhäuser.

Schon alleine die Bandbreite an Roboter-Modellen ist riesig. So könne das kleinste derzeitige Kuka-Modell gerade einmal zwei Kilo Last bewegen, der größte Roboter hingegen stemme 1.300 Kilogramm. „Das zeigt, wie variabel das Thema ist. Es gibt keinen Standard – Sie finden nirgendwo eine fertige Lösung im Regal!“, unterstreicht der Geschäftsführer.

So sei auch der Fünf-Achsen-Roboter, der bei den WWP aufgestellt wurde, am Ende einer umfangreichen Projektierung ausgewählt worden. „Erste Planungen für MANN haben wir im November erledigt, die Umsetzung folgte nun ab Mai“, verdeutlicht Alhäuser.

Dass AWW Engineering am Ende den Zuschlag vom Energieversorger aus Langenbach bekommen habe – es sei außerdem ein Wettbewerber aus Dänemark im Rennen gewesen –, liege auch an der Nähe des Unternehmens, das gleichermaßen für Automobilhersteller und deren Zulieferer arbeitet: Alhäusers Arbeitsplatz befindet sich in Norken, nur fünf Kilometer vom Pelletwerk und der „Halle 4“ entfernt, in der der neue Roboter hebt und schwenkt (siehe Seite 2). „Gibt es ein Problem, steht die Anlage einmal oder hat noch Anlaufschwierigkeit am Anfang, sind wir in zehn Minuten da“, betont der Ingenieur einen Vorteil der Nachbarschaft.

Unter anderem aufgrund der Nähe wie wegen der regionalen Wertschöpfungsketten arbeiten MANN und die „Westerwälder Holzpellets“ nicht nur beim Roboterkauf bevorzugt mit heimischen Unternehmen zusammen, wann immer das möglich ist – ob es sich um Tiefbauarbeiten für den neuen Batteriegroßspeicher handelt, die von der Reuscher GmbH aus Rennerod ausgeführt wurden, oder um moderne Schaltschränke von „Mertens und Schneider“ in Elkenroth für die Kraftwerksmodernisierung (die „Wäller Energiezeitung“ berichtete).

Uwe Schmalenbach

Eintritt erst, wenn der Roboter ruht

Fährt Olaf Josten mit dem Gabelstapler ans Ende der Palettengasse, wird dieser Bereich so lange lahmgelegt, bis der Anlagenführer wieder in sicherer Entfernung ist.

Fährt Olaf Josten mit dem Gabelstapler ans Ende der Palettengasse, wird dieser Bereich so lange lahmgelegt, bis der Anlagenführer wieder in sicherer Entfernung ist.

„Das hier sind sogenannte Lichtschutzgitter“, sagt Ruben Ermert und deutet auf schmale gelbe Gehäuse, die an mehreren Stellen an Zäune montiert wurden, durch die der neue Roboter von der übrigen Halle abgetrennt ist. Wiewohl: Nur zu drei Seiten ist dieser Bereich völlig „vergittert“ – zur vierten jedoch nicht. Am Ende der „Palettengasse“ nämlich kann Anlagenführer Olaf Josten mit dem Gabelstapler hineinfahren, die fertig gepackten Pellet-Paletten übernehmen und entweder ins Lager schaffen oder direkt auf einen Lkw laden.

„Würde beispielsweise ein Kind hier hereinlaufen, würden die Sensoren den entsprechenden Abschnitt sofort vollständig lahmlegen“, hebt MANN-Mitarbeiter Ruben Ermert hervor. Der Roboter könnte, in sicherer Entfernung, derweil weiterarbeiten. Komme man ihm jedoch näher und passiere dabei weitere Lichtschutzgitter, die die Anlage in mehrere Zellen unterteilen, stehe irgendwann alles – lange bevor man in den Gefahrenbereich gelangen könne.

„Die Sicherheitslichtgitter sind ‚eigensichernd‘“, schildert Ermert, „das heißt, sie überwachen sich selbst. Beim leisesten Zweifel an der Funktionstüchtigkeit, bleibt ebenso alles stehen.“

Doch nicht nur dieses System, das Vorhänge aus für das menschliche Auge unsichtbaren, parallelen Strahlen bildet, wird zum Schutz von Mitarbeitern oder Besuchern verwendet: Zusätzlich angebrachte Radar-Sensoren (Ermert: „Wie beim Blitzen im Straßenverkehr“) reagieren auf jede Bewegung und messen Geschwindigkeiten. „Wobei man selbst dann bemerkt wird, wenn man ganz still steht“, schmunzelt Ruben Ermert.

Für die Sicherheit von Mitarbeitern wie Besuchern wird (im gelben Gehäuse links) auch Radar eingesetzt.

Für die Sicherheit von Mitarbeitern wie Besuchern wird (im gelben Gehäuse links) auch Radar eingesetzt.

Die Radar-Sensoren bekommen beispielsweise auch mit, wenn Olaf Josten absichtlich mit dem Stapler ans Ende des Förderbandes fährt, um eine Palette abzuholen (und dabei zwangsläufig in die erste Zelle des Sicherheitsbereichs gerät). „Dort bewegt sich solange nichts mehr, bis die Radar-Sensoren beobachtet haben, dass der Kollege mit dem Stapler auch wieder rückwärts herausgefahren ist“, so Ermert.

Die gesamte Sicherheitstechnik sei durch die Installation des neuen Roboters nun ebenfalls auf dem allerneuesten Stand bei den „Westerwälder Holzpellets“ (WWP), unterstreicht der Mechatroniker. Auch „Sicherheitszuhaltungen“ an jenen Stellen, wo ein Mitarbeiter durch Türen zu Wartungszwecken in den „Käfig“ hineingehen kann, gehören zum Gesamtkonzept: Sie verhindern, dass einer der Zugänge geöffnet wird. Will ein Arbeiter hindurch, muss er dies mittels Knopfdruck anfordern – ähnlich, wie einen Fahrstuhl zu rufen. Den Eintritt gibt das System nach einer gewissen Zeit jedoch erst dann frei, wenn der Roboter in einer bestimmten Position steht und ruhig verharrt.

Die Planung, Auswahl, Montage, Verkabelung oder Programmierung der Sicherheitstechnik haben Mitarbeiter der „Westerwälder Holzpellets“ selbst erledigt. Das Beispiel zeigt, welche anspruchsvollen Arbeitsplätze man dort inzwischen einnehmen kann – so wie Ruben Ermert: Erste Kontakte hatte der junge Wäller schon in ganz frühen Jahren als Aushilfe nach der Schule oder Ferienjobber. Doch inzwischen ist er in seinem dritten Lehrjahr als Mechatroniker angekommen.

Von Rückbau der alten Anlagenteile über die Montage der neuen Komponenten wie dieser “Sicherheitszuhaltung”, die Anschlussarbeiten und das Programmieren der Sicherheitseinrichtungen haben WWP-Mitarbeiter die Modernisierung selbst durchgeführt. Das zeigt, welches hohe Qualifikationsniveau die Arbeitsplätze bei den WWP erfordern.

Von Rückbau der alten Anlagenteile über die Montage der neuen Komponenten wie dieser “Sicherheitszuhaltung”, die Anschlussarbeiten und das Programmieren der Sicherheitseinrichtungen haben WWP-Mitarbeiter die Modernisierung selbst durchgeführt. Das zeigt, welches hohe Qualifikationsniveau die Arbeitsplätze bei den WWP erfordern.

Ursprünglich hatte er, da ihm das Jobben rund ums Pelletwerk so viel Freude gemacht hatte, gerne einen Arbeitsplatz im Bereich des firmeneigenen Kraftwerks bekommen wollen. Doch nachdem eine fortschreitende Technisierung auch bei den WWP eine Rolle spielt, riet man ihm im Familienunternehmen dazu, auf seinem beruflichen Weg eine höhere Qualifikation zu erwerben. Eine, die die heutzutage immer wichtigere Elektronik neben „handwerklicheren Dingen“ ebenfalls einschließt. So hat der junge Mitarbeiter einen zukunftssicheren Arbeitsplatz und eine zeitgemäße Befähigung, wenn seine Ausbildung abgeschlossen sein wird.

Dem regionalen Energieversorger MANN mit den „Westerwälder Holzpellets“ nützt das ebenso, da durch Mitarbeiter wie Ruben Ermert ein eigenes, für die ständig modernisierten Anlagen erforderliches Know-How im Unternehmen vorhanden ist und die firmeneigenen Teams sich deshalb jederzeit selbst um die Instandhaltung kümmern können – was wiederum die Ausfallhäufigkeit und etwaige Standzeiten minimiert und so die Versorgungssicherheit der Kunden zusätzlich erhöht.

Man möchte also die Formulierung der „Win-win-win“-Situation bemühen: Das Unternehmen profitiert vom eigenen Wissen und Können der Mitarbeiter, der Kunde von größtmöglicher Zuverlässigkeit und die (gerade jüngeren) Mitarbeiter von attraktiven und hinsichtlich der Qualifikation aufgewerteten Arbeitsplätzen.

Uwe Schmalenbach

Sicherheit – bei der Versorgung und im Betrieb

Gehoben wird mit Unterdruck

Gehoben wird mit Unterdruck

Auf Dauer wäre es wohl eine recht stupide und vermutlich nicht eben rückenschonende Arbeit: Je 15 Kilogramm „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) abwiegen, in Säcke füllen und diese dann 65-stückweise auf Europaletten stapeln. Der Bedarf an dieser Form des umweltfreundlichen Brennmaterials ist offenbar groß: Immerhin rund ein Viertel der Jahresproduktion – mithin 10.000 Tonnen – verlässt das Pelletwerk in Langenbach bei Kirburg in Säcken. Glücklicherweise übernimmt das Heben und Stapeln der Gebinde ein Roboter. Der ist gerade erneuert worden, obwohl sein Vorgänger noch lief – der Versorgungssicherheit wegen.

Jede Lage wird um 90 Grad gedreht zur vorherigen vom Roboter aufgebaut.

Jede Lage wird um 90 Grad gedreht zur vorherigen vom Roboter aufgebaut.

Der Automat ist echt „geschickt“: Mal „schnappt“ er sich die Säcke paarweise, mal einen einzelnen und legt immer je fünf zu einer Lage auf der Palette zusammen. Sind 13 davon komplett – jede auf den Millimeter genau positioniert –, verlässt die Palette den Roboter über ein Förderband und wird stramm in Folie eingewickelt, damit die Säcke beim Transport per LKW nicht wieder verrutschen.

Olaf Josten steuert die Anlage per Touch-Screen

Olaf Josten steuert die Anlage per Touch-Screen

Vier Saugnäpfe sind das Werkzeug, mit dem der Roboter „zupackt“: Genaugenommen packt er nicht, sondern hebt die Säcke mittels Unterdruck an. Der alte Roboter schob stattdessen eine Gabel unter die Säcke. Die habe jedoch den Nachteil gehabt, schildert Daniel Rahn, dass sie wegen des maximalen Gewichts, das der Roboter stemmen konnte, auf Leichtbau getrimmt war. „Und entsprechend oft kaputt“, ergänzt der Projektingenieur.

Die Paletten werden eingewickelt für mehr Stabilität beim Transport.

Die Paletten werden eingewickelt für mehr Stabilität beim Transport.

Ohnehin: Das Vorgängermodell hatte schon Tausende Betriebsstunden „auf dem Buckel“. Baujahr 1993, von den WWP bereits gebraucht gekauft, lief er rund 15 Jahre in Langenbach. „Der hätte täglich ausfallen können. Dieses Risiko sollte eliminiert werden – damit wir dieselbe Versorgungssicherheit bei der Sackware bieten wie bei losen Pellets“, erläutert Daniel Rahn. Die gesamte Absackanlage, zu welcher der Roboter gehört, arbeitet an fünf Tagen der Woche, und das mitunter zweischichtig. Da ist die Beanspruchung hoch.

Denn die Sackware wird stark nachgefragt. Kunden seien in der Regel Besitzer von Zimmeröfen, die anstelle von Scheitholz Pellets nutzten, berichtet Daniel Rahn. Diese können sie über den Werksverkauf an sechs Tagen in der Woche direkt bei den WWP in Langenbach abholen.

Andere Nutzer erhalten ihre Pelletsäcke per LKW-Anlieferung – alternativ über Stützpunkthändler der WWP: Das, so Rahn, seien zum Beispiel Handwerksbetriebe oder Getränkemärkte, die etwas Lagerfläche frei hätten, dort WWP-Paletten vorhalten und Pellets 15-kiloweise an den Endkunden abgeben. „Der private Endkunde hat dadurch den Vorteil des nahen Händlers direkt am Ort, den er kennt und wo er jederzeit WWP bekommt.“

Sabine und Björn Reinartz nutzen die Möglichkeit, sich im Werksverkauf WWP in Säcken selbst abzuholen.

Sabine und Björn Reinartz nutzen die Möglichkeit, sich im Werksverkauf WWP in Säcken selbst abzuholen.

Ehe es soweit ist, müssen die im Langenbacher Werk der WWP gepressten Pellets mittels einer „Blasleitung“ in ein Lagersilo befördert werden, das direkt neben der „Halle 4“ steht, in der der neue Roboter werkelt. Ein Förderband bringt sie vom Silo zur Absackanlage (siehe auch Video), in der sich eine Waage befindet, die immer 15 Kilogramm portioniert und diese anschließend verpackt. Die Säcke dafür werden nebenbei aus Flachfolie geschnitten und zusammengeschweißt. Darin geht es weiter zum saugenden Roboter.

Der bringt nicht nur die besagte Ausfallsicherheit mit sich, sondern weitere Vorteile: So kann Anlagenführer Olaf Josten jetzt auf Knopfdruck vorgeben, wie die Lagen auf den Paletten aufgebaut werden, wie hoch oder niedrig der Roboter stapelt und vieles mehr. „Wir sind dadurch jetzt viel flexibler, können Paletten auch nach individuellem Kundenwunsch packen“, erklärt Josten. Wobei „Knopfdruck“ nicht ganz zutreffend ist: die Bedienung erfolgt mittels animiertem Touch-Screen, der jederzeit anzeigt, wo sich gerade welcher Sack in der Anlage bewegt.

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Die Sicherheitseinrichtungen begrüßt Olaf Josten, nicht nur der eigenen Unversehrtheit wegen: „Es kommen viele Kunden zu uns in die Halle, die Sackware abholen und gerne sehen wollen, was wir tun. Auch von daher ist es gut, dass die Anlage völlig abgesichert ist.“

Der alte Roboter, den die WWP der Versorgungssicherheit wegen wie geschildert nicht mehr für ihre Kunden Säcke stapeln lassen wollten, hat übrigens noch eine Verwendung gefunden, weiß der Anlagenführer abschließend zu erzählen: Ein anderes Unternehmen wolle ihm ein „drittes Leben einhauchen“ und ihn weiterhin nutzen, lächelt Olaf Josten, während der neue WWP-Roboter hinter ihm die nächsten beiden 15-Kilo-Säcke ansaugt.

Uwe Schmalenbach

Holzmangel? Sägewerke sind das Nadelöhr

Vom Branchendienst bis zum „ZDF heute-journal“: Berichte über ein angebliches oder tatsächliches Knappwerden von Holz in Deutschland, begegnen einem derzeit zahlreich. Aber stimmt es, dass es nicht mehr genug Vorräte im heimischen Wald gibt und er zusehends schrumpft? Oder ist das Problem, wie so oft, komplexer?

Markus Mann auf dem Rundholzplatz seines Sägewerks. Dort sieht der Vorrat noch recht üppig aus.

Die Bauwirtschaft schlägt Alarm, der Dachdeckerverband hat sich an den Bundeswirtschaftsminister gewandt: Holz als Baustoff sei knapp, demnächst nicht mehr zu bekommen, erste Baustellen müssten bereits stillgelegt werden. Tatsächlich sieht jeder, der in Deutschland unterwegs ist, wie (Nadel-) Wälder am Horizont verschwinden und Brachflächen zurückbleiben. Schmilzt der heimische Holzvorrat so stark, wie es scheint und einige Medien warnen? Darüber sprach Uwe Schmalenbach mit Markus Mann, dessen Unternehmen in Langenbach ein stofflich-energetisch optimiertes Sägewerk betreibt und außerdem Holz als Rohstoff für die bekannten „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) benötigt. Lesen Sie hier das komplette Interview.

Ist Holz aus Deutschland bereits so knapp, dass wir uns Sorgen machen müssen?

Wie immer kann man das nicht pauschal sagen. Natürlich gibt es einige, die gemerkt haben, dass man nicht alles in „Amazon-Manier“ von heute auf morgen per Fingerschnippen am nächsten Tag bekommen kann; so auch beim Holz – und darum größere Vorräte anlegen. Das führt zu Verknappungen, hat allerdings noch nichts mit Mangel zu tun. Aber in der Tat: Die ganze Welt ist derzeit am Heimwerken, am Basteln, baut den Dachboden aus und Ähnliches. Die Entwicklung, es sich daheim besonders schön zu machen, ist durch „Corona“ offenbar ein noch stärkerer Trend geworden, und für den benötigt man viel Holz.

„Corona“ ist also auch hier schuld?

Wir hatten in Deutschland in den zurückliegenden zwei Jahren außerdem viel mit sogenannten „Kalamitätsflächen“ in unseren Wäldern zu tun.

Was ist das?

Dahinter steckt das Thema mit der Trockenheit und dem Fichtensterben, dem „Generalangriff“, den der Borkenkäfer auf die deutschen Mittelgebirge gestartet hat. Diese Entwicklung passiert vor allem in der Mitte Deutschlands – am schlimmsten ist es im Westerwald, Sauerland, dem Harz. Nun gibt es eine behördliche Regelung: Wird in Teilen Deutschlands Wald vernichtet, ebenso wie bei Stürmen, dann darf in anderen Teilen des Landes weniger eingeschlagen werden.

Welche Folgen hat das?

Es fällt weniger Frischholz an, das auf dem Markt zu haben ist. Außerdem sinkt durch Trockenheit und Käferbefall die Qualität des eingeschlagenen Holzes: da sind viele „kernrissige“ Stämme dabei. Dieses Holz hat eine bedeutend schlechtere Ausbeute, wenn ich nachher Schnittholz daraus machen möchte.

Das erklärt aber noch nicht, warum einige klagen, es gebe bald kein Holz in Deutschland mehr, weil China alles wegkaufe…

Jeder Jogger oder Spaziergänger bekommt es derzeit mit: im deutschen Wald wird mächtig "Holz gemacht". Oft sind die Flächen geschädigt. Foto: Schmalenbach

Im Jahr braucht die deutsche holzverarbeitende Industrie rund 50 bis 55 Millionen Festmeter. In „normalen Jahren“ wird halt einfach gefällt, geschnitten, das Holz dem Handwerk, den regionalen Verbrauchern, der Industrie zur Verfügung gestellt. Nun sind 2020 jedoch 80,4 Millionen Festmeter Holz angefallen, da es so viel Schadholz gegeben hat. Die Sägewerke können jedoch maximal nur 60 bis 65 Millionen im Jahr verarbeiten. So musste ein Teil – damit der Rohstoff nicht hier ungenutzt verrottet – tatsächlich in den Export gebracht werden.

Also sollte man zwischen Roh- und Schnittholz unterscheiden, und Mangel gibt es nur beim Schnittholz?

Genau. China hat eine Menge Rohholz aufgenommen, das stimmt. Dadurch, dass wir unheimlich viel aus Asien importieren, müssen etliche leere Container dorthin zurück. Das macht den Transport unfassbar günstig: Rundholz aus Duisburg, Hamburg oder Rotterdam nach China zu befördern, ist nicht teurer als der Transport des Rundholzes von Frankfurt nach Freiburg! Unser Problem ist aber, dass der Schnittholzmarkt tatsächlich an sein Limit geraten ist, was die Kapazitäten der Verarbeitung in der Sägeindustrie angeht.

Das Nadelöhr sind somit die Sägewerke und es ist nicht die Lage im deutschen Wald. Wie geht das weiter?

Wenn die Einschlagmenge und die Kapazität der deutschen Sägewerke wieder zusammenpassen, wird das Thema kein so großes mehr sein. Wir haben zum Glück in Zentraleuropa das Prinzip der nachhaltigen Holzwirtschaft, das sicherstellt, dass der Wald nicht ausstirbt. Das wirkt: Laut Bundeswaldinventur steigt die Menge der sogenannten „Vorratsfestmeter“ konstant sogar jährlich um 0,1 Prozent. Im Schnitt wird der deutsche Wald also „dicker“.

Müssen wir nicht fürchten, dass an anderen Orten der Welt, wo diese ökologischen Standards nicht gelten, dafür mehr und umweltschädlicher geerntet wird, wenn unsere Regelungen verhindern, dass bei uns alles gefällt wird, was der Markt fordert?

Das ist ein Problem! Der Verbraucher muss gucken, wo das Holz herkommt, das er verwendet! Wenn Holz genutzt und der Wald im selben Rahmen wieder aufgeforstet wird, ist das nachhaltig. Aber wenn Urwälder gerodet werden und auf diesen Flächen anschließend Soja fürs Schweinefutter in norddeutschen Zucht- betrieben angebaut wird, also Waldflächen für immer verschwinden – das ist alles andere als nachhaltig! Wenn ich regional kaufe, kann ich im Idealfall gucken, wie etwas hergestellt wird und woher der Rohstoff stammt.

Unsere ökologisch sicher sinnvollen Wiederaufforstungen verändern allerdings den Artenmix im heimischen Wald: 60 Prozent der Flächen, auf denen vormals Fichten standen, werden zu Laubwäldern. Wird das die Probleme am Bau verschärfen?

Der Wald erfüllt eine Vielzahl an Funktionen…

Der Mix an Baumarten, der gerade entsteht, wird vor allem eine Herausforderung für die Verarbeitung sein. Wenn sich ständig die Holzarten ändern, benötige ich vielfach einen anderen Werkzeugsatz in der Maschine, das senkt die Effizienz im Sägewerk. Das ist das eine. Andererseits ist ein Dachstuhl aus Eiche ganz schön schwer. (schmunzelt) Nadelholz ist halt leichter. Und man muss das Material ja auch verarbeiten: Schlagen Sie mal einen Nagel in Fichte oder in ein Stück Eiche im Dachstuhl! Hinzu kommt: Wenn auf einem Hektar Wald statt zehn Festmeter Nadelholz nur drei bis vier Festmeter Buche wachsen, entsteht irgendwann ein Mangel. Fichte, Kiefer, Douglasie, Küstentanne, Lärche sind da effizienter. Es wird also eine Herausforderung bleiben, wie acht Milliarden Menschen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz versorgt werden können.

Damit sind wir beim Stichwort „Versorgungssicherheit“: Sitzt der Kunde der „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) bald im Kalten, weil kein Material für seinen Brennstoff mehr da ist?

Es ist eher andersherum: Dadurch, dass viel aufgeforstet wird mit verschiedenen Holzarten, werden Wälder entstehen, die in den nächsten 20, 30 Jahren immer wieder durchforstet werden müssen. Die „krummen Dinger“ wird man dabei herausnehmen, weil man für die stoffliche Nutzung – Bauholz, Möbel, Verpackung – gerade Stämme benötigt, damit sie sich ordentlich sägen lassen. Also werden die „krummen Dinger“ typisches Energieholz sein. Pellets kann ich definitiv aus fast allen Holzarten machen; lediglich die Pappel bereitet durch die Schlackebildung bei der Verbrennung Probleme. Ansonsten können wir aus allen Holzarten Pellets herstellen. Dazu muss nur das Werkzeug – das Loch in der Matrize, durch die die Späne gepresst werden – zur Holzart passen.

Der Pelletnutzer muss sich demnach keine Sorgen um den Rohstoff machen, der Sägewerksbesitzer schon? Und wie ist es mit Preissteigerungen bei den Pellets, die aus Holz gefertigt werden? Eigentlich gilt doch, dass jede Nachfragesteigerung den Preis erhöht. Und Holz wird weiter stark nachgefragt werden, ebenso wächst der Energiehunger.

Natürlich hängen die Energiearten am Ende zusammen. Aber in den letzten 20 Jahren haben wir bei den Pellets nie das Auf und Ab wie etwa bei Öl erlebt: Da waren wahnsinnige Preissprünge zu beobachten. Mal kostete der Liter 40 Cent, plötzlich 1,10 Euro, zur Zeit kostet er um 70 Cent. Dieses Hin und Her kennen wir bei Pellets gar nicht! Seit zwei Jahrzehnten haben wir lediglich eine ganz allmählich steigende Tendenz gehabt, aber immer noch geringer als die Inflationsrate. 210, 220 Euro je Tonne kosten WWP jetzt – das ist fast der identische Preis, zu dem wir 2003/2004 WWP an private Endkunden geliefert haben!

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Info zur Lage am Holz- und Pelletmarkt

Sehr geehrte Kunden,

Jochen Thielmann Vertrieb Holzpellets

Jochen Thielmann
Vertrieb Holzpellets

Zurzeit erreichen uns vermehrt Kundenanfragen zur aktuellen Situation auf dem Holzmarkt, verbunden mit der Sorge um Verfügbarkeit von Waldholz, Pellets und steigende Peise. Ursache ist ein aktueller Hype auf dem Schnittholzmarkt für Bauholz, Konstruktionsvollholz, Dachlatten etc., ausgelöst durch die Corona-bedingt hohe Nachfrage auf dem Bau- und Heimwerkermarkt. Die ganze Welt bastelt, baut und renoviert, weil sie nicht reisen kann, sagte jüngst ein Kenner der Branche. Außerdem kann man nicht genau sagen, wie viel „Klopapier-Effekt“ dahinter steckt. Vor lauter Sorge, dass es nicht genug Holz gibt, kauft auch noch der letzte Verbraucher auf Vorrat.

Bei dem Rundholzmarkt sieht es wie folgt aus: Momentan sind die Holzeinschlagsunternehmen mit ihren Harvestern in der Käferholzaufarbeitung beschäftige und ausgelastet. Hochwertiges, frisches Nadelholz, welches die Sägeindustrie für Bauzwecke nur verarbeiten kann, wird zurzeit kaum eingeschlagen und ist daher knapp. Wie üblich löst eine Verknappung am Markt weitere Effekte aus die das Ganze beschleunigen (z.B. höhere Bestellungen der verarbeitenden Betriebe um den Lagerbestand zu sichern).

Die Pelletbranche ist hiervon weniger betroffen, da diese ihren Bedarf aus Sägenebenprodukten und zu einem großen Teil auf dem Markt für nicht sägefähiges Energieholz deckt.

Folgende grundlegende Fakten sollten auch nicht unbeachtet bleiben:

Deutschland ist mit 11,4 Mio. Hektar Waldfläche das waldreichste Land Mitteleuropas.

0,4 Mio. Hektar sind aktuell vom Fichtensterben betroffen.

In 2020 wurden 80,4 Mio. Festmeter eingeschlagen, was 49,1 % über dem Durchschnitt der Jahre 2010 – 2017 liegt. Also nur etwa die Hälfte mehr als üblich und keineswegs ein Vielfaches. Von einem Raubbau oder erheblichen Verringerung der Waldfläche kann also keine Rede sein.

Die deutsche Holzindustrie hat üblicherweise einen Einschnitt von rund 55 Mio. Festmeter mit Jahr. Die Kapazität endet aber bei ca. 60 – 65 Mio. Festmeter. Daher der Export. Durch die hohe Nachfrage an Schnittholz sind die Sägewerke maximal ausgelastet, da Rohholz (Trockenheits- und käferbedingt) ausreichend zur Verfügung steht.

Gesetze zur nachhaltigen Waldnutzung haben in Deutschland seit der Kaiserzeit eine lange Tradition und wurden zuletzt im Bundeswaldgesetzt von 1975 an die Neuzeit angepasst. Von 1975 bis heute hat sich dadurch die Waldfläche in Deutschland um 1 Mio. Hektar erhöht. Der Klimawandel stellt eine Herausforderung an die Waldbesitzer bei den Kosten für die Wiederaufforstung der betroffenen Flächen und die Auswahl der Holzarten dar. Deshalb:

  • Unterstützen Sie die heimische Waldwirtschaft durch die Verwendung regionaler Hölzer und CO2 neutraler Brennstoffe.

  • Meiden Sie Importware, da diese durch Transportemissionen den positiven Effekt zumindest teilweise wieder auffrisst. Außerdem wird nicht überall in der Welt nachhaltig produziert!

  • Vermeiden Sie unnötigen CO2-Ausstoß um der Verantwortung jedes einzelnen Verbrauchers am Klimawandel gerecht zu werden. Der Wald hat „Hitze- und Trockenheitsstress“ und die Geschwindigkeit des Wandels ist einfach zu hoch. In 60 – 80 Jahren werden wir wissen, welche der derzeit gepflanzten Arten eine Zukunft haben.

Was wird die Zukunft bringen? Grundsätzlich kann man sagen, dass bis auf die Pappel fast jede Baumart für Holzpellets geeignet ist. Wir haben während der letzten 20 Jahre bei Pellets extrem stabile Preise, die kaum über der allgemeinen Inflationsrate lagen erlebt. Im kurzfristigen Spotmarkt hat es zwischen Sommer und Winter auch mal 40 €/t Preisunterschied gegeben. Im langjährigen Mittel lag die Differenz aber bei 20 €/t.

Was auch immer, wir sind uneingeschränkt von unserem Produkt als zukunftsfähigen Brennstoff überzeugt, denn es ist die einzige lagerfähige Form von gespeicherter Sonnenenergie, die nachhaltig in der Heimat entsteht.

Markiert, optimiert – und nachhaltiger genutzt

Der orange Roboter greift sich zwölf nebeneinander liegende Bretter, die „zusammenzukleben“ scheinen, während die Maschine sie hochhebt, sich um 180 Grad dreht und sie auf einem Stapel mit mehreren weiteren Lagen davon ablegt. Kurz zuvor waren die flachen Holzstücke noch Teil sehr viel längerer Bretter. Die entstehen im SEO-Sägewerk von MANN (die „Wäller Energiezeitung“ berichtete) und werden zum Beispiel für hochwertige Verpackungen aus dem nachwachsenden Rohstoff verwendet. Jedoch: Die längeren Latten sind nicht fehlerfrei gewesen und darum durch eine neue „Optimierungs-Kappsäge“ gelaufen, in deren Umfeld der Roboter sich dreht und stapelt.

Die von der Kappsäge optimierten Bretter stapelt der Roboter, nach Längen sortiert, zu Paketen.

„Die Anlage haben wir im April in Betrieb genommen, sie ist eigentlich noch in der Anlaufphase – aber funktioniert schon richtig gut“, schildert Thomas Zinke zufrieden. Er ist Betriebsleiter beim Familienunternehmen in Langenbach bei Kirburg und erklärt, was besagte „Fehler“ sein könnten: „Manches Mal hat der Baumstamm, aus dem wir die Bretter schneiden, beispielsweise am Anfang oder Ende einige kleine Risse. Die sind dann auch im Brett zu finden, es kann nicht wie geplant verkauft und verwendet werden.“

Ungenutzt weggeworfen worden seien solche Latten gleichwohl schon vor Inbetriebnahme der neuen Kappsäge nicht, betont Zinke: Stattdessen wurden sie in einem Zerhacker erheblich kleiner gemacht und als Material für die benachbarte Pelletproduktion der „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) genutzt, so dass der wertvolle Rohstoff Holz selbstverständlich trotzdem einer sinnvollen und ökologisch nachhaltigen Nutzung zugeführt wurde.

Klicken Sie auf Video und sehen Sie, wie die Anlage arbeitet.

Die neue Anlage ermöglicht es nach des Betriebsleiters Ausführungen jedoch, mehr aus einem fehlerhaften Brett herauszuholen. Dazu fährt jedes einzelne auf dem Weg in die Kappsäge auf einem Band unter einem Scanner hindurch. Der sieht sich das Holz genau an, identifiziert unbrauchbare Stellen und rechnet in Echtzeit aus, welche Abschnitte noch geeignet sind, um aus der langen Latte, wie sie aus der SEO-Säge kam, eine oder sogar mehrere kürzere zu schneiden – die dann, nach Längen auf unterschiedlichen Stapeln sortiert, beim Roboter ankommen.

Manuel Giertler betrachtet und markiert die Bretter, die sein Kollege ausgeschleust hat.

Manuel Giertler hilft der Kappsäge, ihre Arbeit optimal zu erledigen: Mit einem unglaublich guten Auge schaut er sich flink jedes einzelne bei seinem Kollegen Chris Quiter an der SEO-Säge ausgeschleuste Brett allseitig an und markiert mit fluoreszierenden Strichen jene Teile, die die Kappsäge auf jeden Fall aussparen muss. Die Abschnitte zwischen den orangen Kennzeichnungen gehen daraufhin in die Berechnung der Säge ein und werden zu einwandfreien (wenngleich kürzeren) Abschnitten. Nur noch die erheblich kleineren Reststücke mit den eigentlichen Fehlerstellen wandern gleichermaßen in den Zerhacker und gehen in die WWP-Produktion.

Betriebsleiter Thomas Zinke mustert Bretter, die ein neuer Roboter gestapelt hat. Diese wurden von der ebenfalls soeben in Betrieb genommenen „Optimierungs-Kappsäge“ zugeschnitten. Dahinter steckt eine weitere Idee der Firmengruppe MANN für mehr Nachhaltigkeit.

„Wir können also aus dem eigentlich schon aussortierten, ursprünglichen Brett noch etwas machen“, freut sich Thomas Zinke. Das sei sinnvoll, wenn man den gesamten Nutzungszyklus des eingesetzten Rundholzes betrachte: Anstatt ein schadhaftes Brett sofort in Langenbach zu Pellets zu verarbeiten, die verfeuert – also energetisch genutzt – werden, könne man durch die Optimierungs-Kappsäge den größten Teil dieses Stücks Holz als verkürztes Brett zunächst noch „stofflich“ verwenden, um beispielsweise Paletten daraus herzustellen, die in einer immer globaleren Wirtschaftskette erheblich nachgefragt werden. Als Palette „lebt“ das Holz anschließend erst einige weitere Jahre, wird unterdessen genutzt – ehe es deutlich später, wenn die Palette unbrauchbar geworden ist, energetisch eingesetzt wird.

„Die Holznutzung wird durch einen solchen längeren Lebenszyklus nachhaltiger“, fasst Zinke zusammen. Dazu trage ebenso bei, dass aufgrund der nachgeschalteten Kappsäge bei der Bearbeitung von Rundholz mit großem Durchmesser aus vielen Stämmen ein zusätzliches, zweites Seitenbrett im SEO-Sägewerk aus dem Baum geschnitten werden kann. „Früher ging dieser Teil komplett in den Hacker“, erläutert Zinke.

Nur kleine Reststücke gehen noch in den Zerhacker.

Holz wird, das erwarten viele Fachleute, ein immer knapperes Gut werden, insbesondere aus heimischer, nachhaltiger Bewirtschaftung. Man braucht sich derzeit nur die vielen Flächen anzusehen, die wegen des Kupferstechers und des Buchdruckers, der Borkenkäfer wegen also, gerodet werden, um wenigstens das noch nutzbare Holz zu ernten, bevor die Trockenheit und in der Folge die kleinen Tiere noch mehr Schaden anrichten können. Bis alles wieder aufgeforstet und ausreichend groß gewachsen ist, ehe man die Bäume also abermals fällen und verwenden kann, vergehen erst einige Jahrzehnte. Umso mehr gehört es wohl zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Rohstoff, sich sehr gut zu überlegen, was man mit dem vorhandenen Stämmen tut, wie man sie optimal gebraucht.

Autor: Uwe Schmalenbach

Mit WWP klappt es auf der Freusburg super

Vom Mühlenbach aus, der von der Sieg zum Antrieb der Freusburger Mühle abgezweigt wurde, erahnt man die Ausmaße der Burg kaum.

Kurz bevor die Sieg die Stadt Kirchen erreicht, ändert sie in deren Ortsteil Freusburg die Richtung um 180 Grad und strömt zur Freusburger Mühle. Über der Flussbiegung erhebt sich seit Jahrhunderten, vermutlich spätestens seit dem elften, die Freusburg. Sie gab der heutigen Ortschaft auch ihren Namen. Einst residierte im dicken Gemäuer Graf Eberhard von Froitzberg – jetzt finden hier Schulklassen, Familien, Vereine ein Quartier. Zumindest außerhalb von „Corona“, denn die Burg wird, mit Unterbrechungen, seit 1928 als Jugendherberge genutzt.

„Unser Neubau entstand zwischen 1981 und 1986. In der Zeit war hier geschlossen“, erläutert Hans-Jürgen Hof. Er ist Leiter der Freusburg, gegen den etwas altertümlichen Begriff „Herbergsvater“ hat er gleichwohl nichts, wie er sagt: „Wir arbeiten mit jungen Menschen. Da muss man zuweilen durchaus väterliche Hilfestellung geben.“ In der fünfjährigen Pause jedenfalls, so Hof weiter, wurde die Burg umfassend modernisiert und erhielt vor allem einen Anbau.

200 Betten stehen seither zur Verfügung, und wenn nicht gerade eine Pandemie das Leben lahmlegt, werden die gerne genutzt: Schulklassen machen immer noch einen großen Anteil der Besucher einer Jugendherberge aus. Doch längst sind Familien oder Musikergruppen ebenso häufig zu Gast. Selbst „eine Truppe aus Schottland“, erzählt der Herbergsvater, komme regelmäßig, um auf der Freusburg Dudelsack zu spielen.

Im Gebäude entdeckt man Stellen, wo der Alt- und Neubau aufeinandertreffen

„Die Zeiten von Hagebuttentee und Kartoffelpüree, das man ‚an die Wand nageln kann‘, sind lange vorbei in deutschen Jugendherbergen“, schmunzelt Hans-Jürgen Hof. Nicht nur beim Essen herrschten andere Zeiten, die die Jugendherbergen für immer mehr Menschen (selbst Geschäftsreisende) als günstigere Alternative zum Hotel erscheinen lassen. „Mittlerweile haben wir den Komfort eines Hotels“, betont Hof. Von den gut 70 Zimmern haben über 60 eine eigene Dusche und ein eigenes WC. Überwiegend sind die Räume als Vier-Bett-Zimmer angelegt, ebenso gibt es Einzel- und Zweibettzimmer. Lediglich im Altbau, also innerhalb der ursprünglichen Burgmauern, findet sich noch ein Neun-Bettzimmer, das nach der Schilderung des Leiters jedoch gerade bei Kindergartengruppen sehr beliebt sei.

Schon ab 28,10 Euro kann man sein Haupt hoch oben über der Sieg betten, dazu erhält man noch ein Frühstück. Das Angebot „zieht“. 26.000 bis 28.000 Übernachtungen sei in den letzten Jahren die beachtliche Größenordnung auf der Freusburg gewesen, die damit zweifelsohne einer der größten touristischen Anbieter im ganzen Westerwald sein dürfte. Für 2020 habe es sogar schon Festbuchungen gegeben, mit denen der Wert die 30.000er-Schwelle überschritten hätte – doch dann kam „Corona“ und machte alle Pläne der Gäste zunichte, bedauert Hof.

„Hexen – Geister – Burggespenster“ ist ebenso ein eigens auf Familienurlaub zugeschnittenes Angebot der Burg wie das adventliche Wochenende „Apfel, Zimt und Mandelkern“ oder die „ritterlichen Osterfest-Spiele“. Neben solchen „Specials“, ist der Herbergsleiter überzeugt, sei es natürlich einerseits der Charme, auf einer Burg zu übernachten, der die Gäste anzieht: „Es gibt nichts Schöneres, als mit Kindern zu arbeiten. Die haben sofort große Augen hier oben: ‚Eine Burg!‘ Wo die Kanonen sind, wollen sie dann wissen.“

Herbergsvater Hans-Jürgen Hof im “Rittersaal”. Vor seiner heutigen Wirkungsstätte im DJH war Hof in Finnentrop, Hilchenbach und Schmallenberg tätig.

Herbergsvater Hans-Jürgen Hof im “Rittersaal”. Vor seiner heutigen Wirkungsstätte im DJH war Hof in Finnentrop, Hilchenbach und Schmallenberg tätig.

Auf der anderen Seite seien etliche weitere Einrichtungen und Möglichkeiten wie die insgesamt zehn Tagungsräume ein zusätzlicher Grund für den Zuspruch: „Wir können jeder Schulklasse oder jeder einzelnen Familiengruppe einen eigenen Raum zuweisen“, erklärt Hof. Musiker etwa genießen es nach seinen Worten, im „Musiksaal“ proben und die Instrumente sicher unterbringen zu können und zugleich einen zweiten separaten Raum zur Verfügung zu haben, um innerhalb der Gruppe zu essen. Selbst Hochzeits- oder andere Familienfeiern sind, beispielsweise im „Rittersaal“ der Burg, mittlerweile „normal“. „Die Gäste übernachten anschließend gemeinsam bei uns und frühstücken am nächsten Morgen noch zusammen – das ist ein toller Abschluss“, beschreibt der Herbergsleiter.

Das Gelände um das Burg-Ensemble aus Alt- und Neubau ist weitläufig, ein herbergseigener Multifunktionssportplatz schließt sich an, eine Spielanlage der Stadt ebenso. 17 Mitarbeiter (sechs davon in Vollzeit) kümmern sich um das Wohl der Gäste.

In 4 solcher Pelletsilos wird der umweltfreundliche Brennstoff im Keller der Freusburg gelagert und über Schläuche in den Brenner gesaugt.

In 4 solcher Pelletsilos wird der umweltfreundliche Brennstoff im Keller der Freusburg gelagert und über Schläuche in den Brenner gesaugt.

Viel Platz zur Entfaltung. Jedoch: So ein Komplex will beheizt werden! Keine ganz leichte Aufgabe, „zumal damals im Mittelalter, und ebenso in den 1980er-Jahren bei der Erweiterung, noch niemand an Wärmedämmung gedacht hat“, schildert Hans-Jürgen Hof. Sage und schreibe 60.000 Liter Öl wurden früher jährlich auf der Freusburg verfeuert, um es den Gästen behaglich zu machen! Als die alte Heizungsanlage erneuert werden musste, stieg man darum auf die umweltfreundlichere Wärmequelle Holzpellets um: Etwa 120 Tonnen „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) als Alternative aus nachwachsendem Rohstoff vermeiden so die Entstehung von 178 Tonnen klimaschädlichem CO2, die die Ölheizung einst binnen eines Jahres „rauspustete“!

Ursprünglich hatte die Freusburg einen anderen Pelletlieferanten, als den aktuellen. Doch mit dem habe es nicht gut funktioniert, berichtet der Herbergsvater: Die Pellets seien von schlechter Qualität gewesen, so dass die Heizungsanlage, eine „ETA ePE-K“, häufige Störungen gehabt habe und stehengeblieben sei. Das Absaugen von bei Holzpellets ganz natürlichem Abrieb bei jeder neuen Lieferung sei zudem nicht ordentlich erledigt worden, was die Betriebssicherheit gleichermaßen reduzierte – anders als heute, wenn ein Silowagen der WWP sich den langen, engen Weg auf den Burgberg hochquält. „Unser Haustechniker wusste von den WWP. Deswegen haben wir uns da gemeldet, seither klappt alles super“, ist der Leiter zufrieden, der möchte, dass seine Gäste nach einem ausgefüllten Tag im Warmen entspannen und sich erholen können, wie er hervorhebt.

Wie viele Menschen dieses Tor wohl schon durchschritten haben, um in der Burg zu nächtigen?

Wie viele Menschen dieses Tor wohl schon durchschritten haben, um in der Burg zu nächtigen?

Seit 17 Jahren ist Hans-Jürgen Hof im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) tätig, davor war er als Diplom-Verwaltungswirt im öffentlichen Dienst beschäftigt. Eine mächtige Linde, die am Eingang zur Jugendherberge in den Himmel über dem Siegtal ragt, steht unter Denkmalschutz, ist Jahrhunderte alt. Wie viele Menschen auf der Freusburg wohl schon in all der Zeit übernachtet haben mögen, seit die ersten Mauern errichtet worden sind? Niemand weiß das. Aber dass die wegen „Corona“ abgesagten Buchungen für die besondere Herberge nicht für immer da verloren sind, dessen ist sich der Herbergsvater sicher: „Wenn wir sagen, Montag machen wir wieder auf, dann sind wir Montag ausgebucht!“

Autor: Uwe Schmalenbach

Große Hilfe bei kleiner Menge

Plötzlich ging bei den „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) eine Bestellung ein, wie sie nicht jeden Tag an deren Firmensitz in Langenbach bei Kirburg ankommt. Es drehte sich dabei nicht etwa um eine Tonne des CO2-armen Brennstoffs in handliche 15-Kilo-Säcke verpackt oder um drei Tonnen, die per Silowagen geliefert werden und einen über den Westerwälder Winter geleerten Bunker wieder auffüllen sollten. Nein, gefragt wurde nach nur ein Kilogramm Pellets enthaltenden Tüten. Davon jedoch sollten es 12.000 Stück sein!

Yesim Dasbasi füllt “Westerwälder Holzpellets” durch einen Trichter in den Beutel. Foto: Schmalenbach

Yesim Dasbasi „schöpft“ mit einem aus einem PVC-Rohr angefertigten Messbecher lose Holzpellets aus einer Kiste und schüttet sie in einen Trichter. An dessen Ende hat sie zuvor einen leeren Papierbeutel eingespannt, in den das Brennmaterial sodann rieselt. Dasbasi nimmt den Beutel ab, legt oben auf die Pellets darin noch zwei Anzünder aus Holzspänen und verschließt das Ganze – fertig ist einer der bestellten 12.000 Beutel.

Yesim Dasbasi ist eine der zur Zeit 137 Beschäftigten der „Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn“ an deren Standort in Rotenhain (siehe Seite 2). Durch den Auftrag der WWP hat die junge Frau dort eine sinnvolle Arbeit, erhält dafür selbstverständlich eine Entlohnung, und für die „Westerwälder Holzpellets“ ist ihre Zuarbeit eine wichtige Unterstützung. Denn im Pelletwerk in Langenbach wäre es schwierig, eine so besondere Verpackungsform ohne Weiteres in die Abläufe zu integrieren, die eher dafür ausgelegt sind, dass LKW aus großen Silos befüllt werden, aber nicht für derartig kleinteilige Aufgaben.

Anders in Rotenhain: Dort ist alles darauf ausgerichtet, ebenso ungewöhnliche Chargen und Produkte fertigzustellen. Im Fall des Auftrags, dessen sich Yesim Dasbasi gerade annimmt, wurden dazu in der Werkstatt kurzerhand der passende Messbecher und eine kippbare Vorrichtung mit dem Trichter individuell gebaut, die der jungen Frau ein ergonomisches Arbeiten ermöglicht.

Die besondere Bestellung, die bei den WWP einging und nun von Dasbasi „eingetütet“ wird, ist für den Vertreiber der amerikanischen Marke „BioLite“, die vor allem für ihre innovativen Camping-Öfen bekannt ist. Das New Yorker Unternehmen entwickelt Energie erzeugende Produkte – so auch den „BioLite Camp Stove“, der etwa mit „Westerwälder Holzpellets“ befeuert werden kann (die „Wäller Energiezeitung“ berichtete). Der „Camp Stove“ ist im Prinzip ein thermo-dynamischer Generator, der Strom als „Abfallprodukt“ liefert: So kann man während des Kochvorgangs über einen USB-Anschluss elektrische Geräte betreiben. Die Leistung – sie liegt bei etwa acht, neun Watt – reicht aus, um zum Beispiel ein „iPad“ zu laden. Der eingebaute Ventilator des Geräts sorgt zudem für eine saubere und effiziente Verbrennung der „Westerwälder Holzpellets“. Und eben diese benötigt der „BioLite“-Versender für die Käufer seiner Öfen, weshalb Yesim Dasbasi fleißig den Brennstoff in der benötigten Menge verpackt.

„Mit der Caritas in Rotenhain arbeiten wir schon ‚ewig‘ zusammen“, blickt Markus Mann zurück. Vor fast 20 Jahren, so der Chef der WWP, habe man in deren Werkstätten erstmals kleine Tüten mit je 200 Gramm Holzpellets füllen lassen: so enthielten die Säckchen genau die Menge, die eine Kilowattstunde Energie liefert. Bei Messeauftritten oder den „Tagen der offenen Tür“ in Langenbach sind die von Beschäftigten der Werkstätten fertiggestellten Artikel seither beliebte „Giveaways“ und außerdem die Grundlage für eine lange Zusammenarbeit zwischen MANN und Caritas.

Uwe Schmalenbach

Ein Dankeschön aus der Caritas-Werkstatt

André Altbürger baut einen der Lärchenholz-Nistkästen für die WWP zusammen. Foto: Schmalenbach

Es piept kurz, dann beginnt ein violett-weißlicher Lichtpunkt über das Lärchenholz zu zucken. Gerade so wahrnehmbare Rauchwölkchen steigen auf – darunter werden erste Konturen des „Westerwälder-Holzpellets“-Logos erkennbar. Der Vorgang erinnert an das Brandmalen, das vermutlich schon im alten Ägypten für Verzierungen genutzt wurde. Doch statt eines Brandmalkolbens, wie ihn viele Hobbybrandmaler heute einsetzen, überträgt ein kleiner Laser das Signet auf das darunter befindliche Brett. Dieses ist Teil eines Nistkastens – und er das Resultat einer besonders wertvollen Kooperation.

„Wrritt, wrrriiittt“, surrt der Akkuschrauber. Noch zwei letzte Schrauben eindrehen – wieder hat André Altbürger ein Vogelhaus fertig und legt es auf eine Palette zu weiteren Exemplaren. „Das ist eine Auftragsarbeit für die Firma MANN“, erläutert Günter Keßler. Er ist Betriebsleiter am Rotenhainer Standort der „Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn“, wo die Vogelhäuschen auf Bitten der „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) gefertigt werden. Sie seien für Meisen gedacht; das Loch, das hineinführt, habe daher eine bestimmte Größe, so dass keine Raubvögel hindurchpassen. „Normalerweise bauen wir solche Nistkästen aus Tanne oder Fichte, doch Herr Mann wünschte sich Lärche, damit es wertiger und haltbarer wird“, zwinkert Keßler.

Er selbst ist seit 19 Jahren in Rotenhain tätig, der Betrieb dort besteht seit 26 Jahren. Werkstätten des Caritasverbandes im Westerwald und im Rhein-Lahn-Kreis existieren (neben weiteren Angeboten wie beispielsweise der Tagesförderstätte in Wirges oder dem „CAP-Lebensmittelmarkt“ in Hundsangen) außerdem in Montabaur, Niederelbert, Nauort, St. Goarshausen und Lahnstein. Insgesamt, so Günter Keßler, kommen etwa 650 Menschen in diese Einrichtungen.

Garten- und Landschaftsbau, Hausmeisterei, Wäscherei, Lager und Logistik, Holzbearbeitung, Lettershop, Palettenbau oder Verpackung und Konfektionierung: in diesen und vielen weiteren Bereichen sind Menschen in den Caritas-Werkstätten aktiv. Grundlage sind entsprechende gesetzliche Vorschriften. Die verlangen, dass Menschen mit (körperlichen, geistigen oder seelischen) Einschränkungen, die dem sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ nicht oder noch nicht zur Verfügung stehen können, in den Einrichtungen eine Qualifikation für den ersten Arbeitsmarkt erhalten. Dabei müssen die Beschäftigten ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit leisten und erhalten im Gegenzug einen Werkstattlohn, wie der Betriebsleiter ausführt.

Die so sichergestellte Teilhabe am Arbeitsleben wie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung entspreche dem gesetzlichen Auftrag. Der regelt ebenso räumliche Verhältnisse: Die Anfahrt zur Werkstatt darf nicht länger als eine Stunde ausfallen. Der Rotenhainer Betrieb ist demnach zuständig für die Verbandsgemeinden Hachenburg, Bad Marienberg, Rennerod, teilweise Westerburg. „Und eine Beschäftigte kommt aus der VG Selters“, ergänzt Günter Keßler.

Apropos Arbeitsweg: Ein Fahrdienst bringt die Menschen täglich nach Rotenhain und zurück, denn von den zur Zeit 137 dort Beschäftigten wohnen etwa Dreiviertel bei ihren Familien oder bei Angehörigen; alle anderen in Wohngruppen in der Region.

Eine weitere Arbeitsform betrifft dauerhaft circa 30 bis 40 Menschen, die von den Caritas-Werkstätten Rotenhain kommen: Sie sind mit dem Status „Werkstattbeschäftigte“ auf „Außenarbeitsplätzen“, also direkt bei Unternehmen der Region tätig, werden allerdings weiterhin von Caritas-Mitarbeitern betreut. Bei dieser Konstruktion komme es, daran lässt Günter Keßler keinen Zweifel, sehr wesentlich auf das Wohlwollen der Verantwortlichen an.

Werkstätten wie jene in Rotenhain haben ergänzend „arbeitsbegleitende Maßnahmen“ wie zum Beispiel ein Sportangebot anzubieten. Dafür gibt es dort eigens eine Sporthalle – die wegen „Corona“ derzeit jedoch als zusätzliches „Speisezimmer“ genutzt werden muss. „In unserem eigentlichen Speisesaal essen sonst 80 bis 100 Personen“, beschreibt Günter Keßler, „durch die räumliche Entzerrung sind es nunmehr vielleicht 18 bis 20 mit entsprechend großen Abständen zueinander.“

Auch Industriemontagen, wie hier bei Bestandteilen für Elektroschränke, erledigen die Werkstätten, wie Betriebsleiter Günter Keßler schildert.

Die gemeinnützigen Einrichtungen sind – bei allem sozialen Engagement – zugleich verpflichtet, eine Wertschöpfung zu erzielen. Davon werden schließlich die Werkstattlöhne bezahlt. „Wir versuchen daher schon, mit den Unternehmen der Region in irgend einer Form zusammenzuarbeiten und unsere Dienstleistung anzubieten“, betont Keßler, „wir wollen gleichwohl niemandem auf dem ersten Arbeitsmarkt die Arbeit wegnehmen!“ Es gehe um Nischen, in denen vielleicht nicht unbedingt ein Facharbeiter benötigt werde. „Oder was passt in der betreffenden Firma nicht in dortige Abläufe, das wir hier jedoch gut darstellen können“, fügt der Betriebsleiter an. Diese Erfordernisse des Marktes müssen Keßler und seine Kollegen dann mit einem „Bedarfsplan“ in Einklang bringen, den es für jeden Beschäftigten bei der Caritas gebe: „Was hat er für Fähigkeiten? Was möchte er selbst machen? Wohin soll er sich entwickeln?“

Eines wird also sehr deutlich: Das gesamte System und die ehrbare Absicht der Teilhabe am Arbeitsleben lassen sich nur umsetzen, wenn über alle gesetzlichen Regularien hinaus Unternehmen bereit sind, den Werkstätten Aufträge zukommenzulassen.

So wie die WWP mit dem Bau der Nistkästen: Die werden als Dankeschön des Westerwälder Energielieferanten bei einer Lieferung im März an seine Pelletkunden verschenkt. „Wir wollen nicht irgendwelche Werbegeschenke verteilen, die dann in der Mülltonne landen, sondern mit denen man etwas anfangen kann und die einen nachhaltigen, ökologischen Zweck haben, also zu unseren regenerativen Energieträgern passen“, kommentiert WWP-Chef Markus Mann. „Wer keinen eigenen Garten besitzt, findet sicher einen Baum in der Nähe für den Kasten“, lächelt er und streicht zufrieden über das fertig gelaserte Logo auf einem in Rotenhain montierten Vogelhaus.

Bereits 1975 wurden in Niederelbert die “Caritas-Werkstätten-Westerwald-Rhein-Lahn” gegründet. Aus diesen Einzelteilen entsteht an deren Standort Rotenhain das WWP-Vogelhaus.

Bereits 1975 wurden in Niederelbert die “Caritas-Werkstätten-Westerwald-Rhein-Lahn” gegründet. Aus diesen Einzelteilen entsteht an deren Standort Rotenhain das WWP-Vogelhaus.

Uwe Schmalenbach

Wachsendes Interesse in der Bevölkerung

Antragszahlen

Das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“, das 2020 Investitionszuschüsse für den Um- und Neubau von Heizungsanlagen ermöglicht hat, ist auf großen Anklang gestoßen. Allein in der letzten Novemberwoche wurde das Heizen mit „Erneuerbaren“ mit 44 Millionen Euro unterstützt! Darunter fallen auch Biomasseanlagen wie Pelletheizungen.

Die trotz „Corona“ ungebrochen steigende Nachfrage nach Förderkonditionen verdeutlicht, dass sich immer mehr Menschen für „grünes“ Heizen entscheiden und damit die Wärmewende massiv vorantreiben. Die ist auch dringend nötig, möchte Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen. Wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) verdeutlicht, leisten Pelletheizungen im Wärmesektor einen wichtigen Beitrag: Sie sorgten bereits heute für eine Einsparung von etwa 3,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zu den durch sie ersetzten Ölheizungen.

Dazu passt, dass das DEPI schon länger einen Aufwärtstrend im Pelletbereich ausmacht: Gab es 2011 in Deutschland noch keine Viertelmillion Heizsysteme, die mit den kleinen Presslingen befeuert werden, waren 2018 schon 464.000 vorhanden. Im darauffolgenden Jahr stieg die Anzahl weiter auf 492.000. Für 2020 hatte das Institut ursprünglich rund 525.000 Pelletheizungen prognostiziert – doch dieser Wert, so teilt das DEPI der „Wäller Energiezeitung“ mit, werde sogar noch überschritten!

In vielen Fällen wählen Menschen, die nach einer umweltfreundlichen Alternative zur Ölheizung suchen, eine Pelletanlage. Die Hinwendung zu den Presslingen hat gute Gründe, überzeugen sie doch Verbraucher, die ihren „Carbon Footprint“ reduzieren wollen: Bäume entziehen während ihres Wachstums der Umgebung genau so viel Kohlenstoffdioxid, wie bei der Verbrennung des Holzes freigesetzt wird. In dem CO2-armen Brennstoff kann Energie praktisch zeitlich unbegrenzt gespeichert werden.

Auch 2021 werden Bund und Länder den Ausbau erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung unterstützen. Am 1. Januar ist die neue Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) in Kraft getreten. Sie soll die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich bündeln.

Holzpellets sind ein nahezu CO²-neutraler Brennstoff. Foto: EnergieAgentur NRW

Holzpellets sind ein nahezu CO2-neutraler Brennstoff. Foto: EnergieAgentur NRW

Klimaschonende Konzepte wie der Einsatz von Pelletheizungen werden, betrachtet man dieses Gesamtbild, wohl weiter Interesse in der Bevölkerung wecken – ganz egal, ob im Privathaushalt, in Firmen, Kommunen oder in Einrichtungen wie dem „Stöffel-Park“ in Enspel (siehe Beitrag “Winterliche Bluesmusik”, der ebenfalls mit gutem Beispiel voranschreitet.

Uwe Schmalenbach

Winterliche Bluesmusik in CO2-armer Wärme

2006 waren Pelletheizungen in Deutschland nicht allzu verbreitet: erst 70.000 derartige Brenner sorgten für Wärme. Doch im Stöffel-Park traf man schon seinerzeit die Entscheidung, die CO2-arme und damals noch recht neue Heizart einzusetzen – ausgerechnet in einem alten Gebäude, das für die frühere Industrieanlage eine herausragende Bedeutung hatte.

Es sollten Millionen Jahre vergehen, ehe die Bewohner einer armen Gegend, in der mittlerweile die Ortschaften Nistertal, Enspel und Stockum-Püschen liegen, Anfang des 20. Jahrhunderts damit begannen, den Basalt des Stöffels als wertvollen Baustoff abzubauen. Den Stöffel kennt hier im Westerwald jeder. Der einst fast 500 Meter hohe und durch den Basaltabbau „geschrumpfte“ Berg entstand, als nach einem Vulkanausbruch der Stöffel-See von einer dicken Lavaschicht bedeckt wurde, aus der beim Erkalten Basalt wurde.

25 Millionen Jahre dürfte es zurückliegen, seit die „Stöffel-Maus“ noch regelmäßig ihre Runden über dem bekannten Basaltvorkommen in Enspel gedreht hat. Doch noch immer ist der Gleitflieger im nach dem Berg benannten Stöffel-Park zu sehen – als Fossilienfund – und gilt als archäologische Sensation.

Längst ist der „Tertiär-, Industrie- und Erlebnispark“ eine Attraktion mit erheblich zahlreicheren und vielfältigeren Angeboten als „nur“ dem archäologischen Schatz! Sein in dieser Vollständigkeit einmaliges Ensemble historischer Bauten zum Beispiel wird unter anderem für Veranstaltungen von der Hochzeit bis zur Firmenpräsentation, als Kulisse für Foto- und Filmaufnahmen oder als Erlebnismuseum geschätzt.

Das Industrie-Ensemble im Westerwälder Winter. Foto: Rose

Fast ein Jahrhundert lang war die Historische Werkstatt das Herzstück der Industrieanlage, wurden in der dortigen Stellmacherei und Schmiede doch von der Arbeit mit dem harten Gestein zerschlissene Werkzeuge und Maschinenteile repariert – unerlässlich für einen gesicherten Betriebsablauf im Basalt-Steinbruch!

Richard Bargel (links), hier mit Fabio Nettekoven in der Historischen Werkstatt, ist 70 Jahre alt und seit 50 Jahren auf der Bühne. Foto: Schmalenbach

Richard Bargel (links), hier mit Fabio Nettekoven in der Historischen Werkstatt, ist 70 Jahre alt und seit 50 Jahren auf der Bühne. Foto: Schmalenbach

In der Halle – in der nunmehr ein Erlebnisraum eingerichtet ist, der eine Hammerschmiede, eine Esse, eine über Transmission angetriebene Schlagschere, diverse Standbohrmaschinen, Drehbänke sowie das gesamte Inventar an Kleinwerkzeugen präsentiert – wird gerade wieder gearbeitet. Jedoch nicht mit Hammer und Amboss, sondern viel feinfühliger: Deutschlands wohl bekanntester Bluesmusiker Richard Bargel probt gemeinsam mit Fabio Nettekoven einige Stücke, die die zwei Saitenvirtuosen im Anschluss in der Kulisse der Historischen Werkstatt filmisch aufnehmen wollen. Das „Family Business“ getaufte Duo ist nicht zum ersten Mal im Stöffel-Park, schätzt die besondere Atmosphäre, die Optik des ungewöhnlichen Ortes, die Akustik.

„Wir müssen durchfeuern – es geht nicht, dass wir die Heizung zu irgend einem Zeitpunkt herunterfahren. Sonst ist im Winter keinerlei Veranstaltung mehr möglich in der Historischen Werkstatt“, flüstert Martin Rudolph, während Bargel seine Slide-Gitarre nachstimmt. Rudolph ist „Chef“ im Stöffel-Park, und solange sich die Musiker noch eingrooven, zeigt er eine Etage darunter, warum die Kreativen es trotz etlicher Zentimeter Schnee vor der Tür und draußen Temperaturen unter null gemütlich haben in dem großen Industriedenkmal: Unter ihnen werkelt im Heizungskeller unmerklich eine „KWB USV 50“. Der Pelletbrenner des österreichischen Herstellers „Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH“ hat eine Nennwärmeleistung von 50 Kilowatt (kW). Als Brennstoff werden „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) aus dem nahen Langenbach verwendet, die im zum Bunker umfunktionierten Raum nebenan bevorratet werden. Eine Schnecke fördert die Pellets von dort zum Brenner.

Ein herrliches Gebäude für diverse Veranstaltungen - aber selbst im Sommer ist es darin ohne Heizwärme recht kühl.

Ein herrliches Gebäude für diverse Veranstaltungen - aber selbst im Sommer ist es darin ohne Heizwärme recht kühl.

Knapp 13 Tonnen Pellets benötigt der Stöffel-Park für seine Historische Werkstatt im Jahr (2020). „Wir heizen eigentlich selbst im Sommer“, erläutert Martin Rudolph, „denn wenn eine Feier stattfindet, eine Hochzeit etwa, müssen wir künstlich für Wärme sorgen – sonst friert die Hochzeitsgesellschaft spätestens abends um acht, wenn die Damen in schulterfreien Kleidern ruhig bei Tisch sitzen.“ So schön das Industriedenkmal sein mag: energetisch ist es eine Katastrophe! An Wärmedämmung hat vor 100 Jahren noch niemand gedacht oder an mehrfachverglaste Fenster; und schon gar nicht daran, dass Menschen späterer Jahrzehnte beim Musizieren und anderen, erheblich weniger schweißtreibenden Tätigkeiten als dem Schmieden zusätzlich eine Heizung benötigen könnten.

Die Optionen, eine einzubauen, waren allein aus Denkmalschutzgründen recht begrenzt, verdeutlicht Martin Rudolph: Heizkörper an die Wände zu schrauben, sei nicht möglich gewesen. Den wertvollen, geschichtsträchtigen Boden hätte man für eine Fußbodenheizung ebenso wenig aufstemmen dürfen. Die Lösung fand man in Form von schwarzen Heizsegeln unter der Decke: Sie beeinträchtigen den optischen Gesamteindruck nicht, zerstören keine historische Bausubstanz, „und sie liefern vor allen Dingen Strahlungswärme“, betont Martin Rudolph. Damit werde am Boden, auf Höhe der Besucher, kaum Luft verwirbelt, somit wiederum kein Staub, was die Örtlichkeit auch für Allergiker besonders geeignet mache.

Schon 2006 wurde im Stöffel-Park diese KWB eingebaut, die mit WWP betrieben wird

Schon 2006 wurde im Stöffel-Park diese KWB eingebaut, die mit WWP betrieben wird

Im so genannten „Tertiärum“, dem Kohleschuppen und der originellen „Erlebnis-Toilettenanlage“ des Stöffel-Parks sorgt eine Geothermie-Heizung für angenehme Temperaturen. Doch der Weg von dieser Anlage bis zur Werkstatt sei zu weit, die Verwendung von Geothermie dort nicht möglich gewesen, schildert der Stöffel-Park-Chef. „Dennoch ging es uns darum, alternative, erneuerbare Energien hier im Stöffel-Park einzusetzen, als wir 2006 eine Heizung eingebaut haben. Wir hatten das Glück, dass der Markus Mann mit seinen WWP damals schon die Zeichen der Zeit erkannt hatte und ein attraktives Angebot für die Belieferung mit Pellets machen konnte, als wir uns deswegen guten Gewissens für die KWB entscheiden konnten.“

Basalt, ein natürlicher Baustoff, hat lange den Alltag am Stöffel bestimmt. Daher passt eine Heizung, die Holz als ebenfalls „von hier“ stammendes sowie natürliches Material nutzt, wohl besonders gut zum Stöffel-Park. Abgesehen davon: Würde Martin Rudolph für Richard Bargel, Fabio Nettekoven und all die anderen Besucher und Nutzer der Historischen Werkstatt auf Gas als Wärmequelle setzen, so würde das im Jahr sage und schreibe zwölf Tonnen zusätzlichen CO2-Ausstoß bedeuten. Eine Ölheizung als Alternative würde gar 18.800 Kilogramm des klimaschädlichen Gases in die Luft über dem riesigen Basaltvorkommen pusten.

Zwischen 900 und 1.350 Grad heiß war einstmals das glühende Eisen, wenn es vom Schmied in der Werkstatt mit viel Geschick bearbeitet wurde. Ganz so hohe Werte kommen in dem wunderbaren Gebäude im Stöffel-Park heute nicht mehr vor. Aber eine angenehme Raumtemperatur, in der Musiker wie Richard Bargel sich trotz Schnees vor der Tür richtig wohlfühlen, die entsteht mit der CO2-armen Verfeuerung der „Westerwälder Holzpellets“.

Unter der Decke über den Musikern sorgen die schwarzen Heizsegel für ein angenehmes Raumklima.

Unter der Decke über den Musikern sorgen die schwarzen Heizsegel für ein angenehmes Raumklima.

Uwe Schmalenbach

Neue Millioneninvestition für die Energiewende

Das Kernstück des Projektes ist eingetroffen

Kurz vor Weihnachten ist ein weiterer Meilenstein in der regionalen und regenerativen Energieversorgung vollzogen worden. Die Großbatterie ist angekommen. Jetzt müssen noch fleißig Kabel gelegt werden und eine Schaltanlage zur Integration in das Arealnetz (Werksnetz) errichtet werden. Das soll im ersten Quartal 2021 erfolgen.

Worum geht es MANN Strom bei diesem Projekt?

Die Großbatterie trägt dazu bei, die erneuerbare Energieversorgung voran zu bringen. Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur von unten nach oben. Jeglicher historischer Versuch in Deutschland, dies über Großkonzerne zu lösen, ist bislang gescheitert. Ein prominentes Beispiel ist das Windkraftprojekt von MAN, RWE, Schleswag und HWE in Schleswig-Holstein von 1983-1987. Der Growian (Großwindkraftanlage) mit 3 MW – Leistung wurde im Prinzip nur errichtet, um zu beweisen, dass Windkraft keinen maßgeblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten kann. Die negativen Schlagzeilen vom Growian führten dazu, dass die Windkraftnutzung in Deutschland über Jahre zurückgeworfen wurde, während in Nachbarländern kleine Familienbetriebe die Windkraftnutzung zur Serienreife brachten (DK – Bonus (heute Siemens); NL-Lagerwey (heute Enercon)). Ein weiteres Beispiel ist das Automobil Start-Up Namens Tesla, welches die etablierte Automobilindustrie vorführte. Jetzt hecheln alle etablierten Produzenten hinterher!

Was bringen nun Batterien?

Bereits heute können richtig dimensionierte Batterien einen großen Teil der täglichen Schwankungen von Verbrauch und Erzeugung ausgleichen. So schafft eine 10 KWh Batterie im Einfamilienhaus, gekoppelt mit einer PV-Anlage am Dach (10KW), den modernen Verbraucher zu 75 % physikalisch und bilanziell sogar zu 100 % autark zu stellen. Erstaunlich, denn das funktioniert in Deutschland und nicht in Spanien! Kombiniert mit Wind-, Biomasse, und Wasserkraftstrom ist Deutschland zumindest im Wohnungsbereich schnell zu 100 % regenerativ. Es fehlt an den Speicherkapazitäten. Das kommt aber aktuell, denn in jedem verkauften Hybrid-PKW werden Batteriepacks mit einer Kapazität von 12 – 15 kWh verbaut. Nach ca. 5 – 7 Jahren haben die Batterien noch eine Kapazität von 75 – 80 % der ursprünglichen Leistung. Zu schade um schon recycelt zu werden, zu schwach um weiterhin im PKW effizient betrieben zu werden. Aus diesem Grund suchen Automobilhersteller Lösungen für ein zweites Leben der Batterien. Derzeit gibt es noch keine echten Second-Life-Batterien, jedoch ein solcher Markt muss dringend entwickelt werden. Einen Standort für 112 Hybrid-Batterien wurde in Langenbach gefunden.

Was ist die Aufgabe der Großbatterie?

Die Aufgabe der Großbatterie im Industriebetrieb von Westerwälder Holzpellets GmbH kann man wie folgt beschreiben: Die Steuerung der Maschinen (Hacker, Mühlen, Pressen, …) reagiert auf Witterungseinflüsse und die damit verbundene maximale Stromkapazität. In das sogenannte Peak-Shaving (Lastmanagement) wird nun die Batterie integriert und federt Spitzen nach unten und oben ab. Weiterhin trägt die Batterie zur Stabilisierung im europäischen Stromnetz bei. Sie liefert sogenannte Primärenergie-Regelleistung (PRL) zur 50 Hz - Frequenzhaltung.

Was macht das Projekt noch innovativer?

Das Projekt ist eine absolute Innovation, denn ins Arealnetz der MANN Gruppe fließt ab Sommer 2021 auch noch Windstrom aus sogenannten „Post-EEG-Anlagen“. Das sind 5 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von derzeit 2.000 KW, welche auf einer Anhöhe von Langenbach fleißig rotieren und die 20 jährige EEG-Förderung hinter sich haben. Diese Anlagen unterstützen das Werksnetz, welches auch mit Photovoltaik- und Biomassestrom gespeist wird. Die neue Batterieanlage ist das Bindeglied zwischen Verbraucher und Erzeugung.

Allein in 2019 wurden in Deutschland knapp 200.000 Hybrid-PKW neu zugelassen. In 5 – 7 Jahren stehen dann ca. 200.000 Batteriepacks mit ca. 10 kWh – Kapazität zur Verfügung. Ein Speicher von 2.000 MWh, was der Kapazität des Pumpspeicherkraftwerk Schluchsee – Bad Säckingen entspricht.

„Im Prinzip muss jeder Verbraucher, jede Region, jedes Bundesland von unten herangehen und die Hausaufgaben für die Energiewende maximal regional lösen. Dadurch wird das europäische Verbundnetz weniger stark belastet und es bedarf geringerer Investition in große Transporttrassen.“ Dies betont der stolze Eigentümer der neuen Anlage, Markus Mann.

Eckdaten zum Projekt:

Lieferanten:
Freqcon GmbH, D-27336 Rethem
Mercedes-Benz Energy GmbH, D-01917 Kamenz

Betreiber:
Westerwälder Holzpellets GmbH

Förderer:
MANN Strom-Kunden, die zertifizierten Strom nach Grüner Strom Label (GSL) e.V. beziehen.

Projektierung und Planung:
MANN Naturenergie GmbH & Co. KG, 57520 Langenbach
SIPE – Simon Process Engineering GmbH, 55546 Neu-Bamberg
Schlaug Consulting, 57610 Altenkirchen

Techn. Eckdaten:
Max. Ein- und Ausspeiseleistung 1,5 MVA
Batteriekapazität 1,4 MWh
Spannung im Arealnetz 400/20.000 Volt Wechselstrom
Batterietyp Lithium-Ionen NMC – Hersteller Deutsche ACCUMOTIVE
Insel- und schwarzstartfähig

Eine besondere Säule aus Edelstahl

Auf dem Hof der „Kamp-EAW GmbH“ in Wissen wird ein Skoda-Plug-in-Hybrid geladen. Das passiert an einer Ladesäule, die eine ungewöhnliche Optik aufweist und bewusst dreieckig konstruiert ist.

Ladesäule: Auf dem Firmengelände in Wissen steht eine Ladesäule, die es „von der Stange” nicht gibt.

Nein, in Wissen, schüttelt Jochen Ermert den Kopf, gebe es seines Wissens außer jener auf seinem Firmengelände keine Ladesäule für E-Autos. Zumindest nicht im öffentlichen Raum. Tatsächlich weist das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 3. Dezember 2020) in der 8.300-Einwohnerstadt im Norden des Westerwaldes, der hier auf Sieger- und Bergisches Land trifft, keinen einzigen Eintrag auf. Dabei seien gerade Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge derzeit recht gefragt, berichtet Ermert: „Sicherlich liegt es auch an der steuerlichen Förderung, dass diese Autos momentan ein großes Thema sind“, schildert der Geschäftsführer von „Kamp-EAW“. Dem gemäß habe sein Unternehmen etliche entsprechende Modelle im Programm.

20 Jahre wird es im kommenden Januar zurückliegen, dass Jochen Ermert sich mit dem Autohaus, dessen Wurzeln eigentlich in Betzdorf liegen, in Wissen selbstständig gemacht hat. Zunächst wurde dort nur Seat verkauft, 2004 kamen die Fahrzeuge der Marke Skoda hinzu; nunmehr tritt der Seat-Ableger „Cupra“ als eigenes Label auf und steht bei „Kamp-EAW“ ebenso im „show room“.

Show Room: Jochen Ermert zeigt eines seiner neusten Modelle. (Fotos: Schmalenbach)

Show Room: Jochen Ermert zeigt eines seiner neusten Modelle. (Fotos: Schmalenbach)

Seine Kunden, so Ermert, stammten überwiegend aus Wissen. Es gefalle ihnen, dass das Autohaus eher klein sei, „keine Massenabfertigung“ stattfinde. Gerade Gewerbekunden aus der Region schätzten zudem die räumliche Nähe zwischen ihrem Sitz und dem Autohaus wert. „Ich würde sagen, halb und halb“, antwortet der Geschäftsführer auf die Frage nach dem jeweiligen Anteil der Gewerbe- und Privatkunden.

Der Umweltgedanke sei vor zehn Jahren ein Grund gewesen, sich im großen Stil Photovoltaikmodule auf die Dachflächen montieren zu lassen. „Ein anderer Gedanke, dass damit auch noch Geld zu verdienen ist – für meine Altersvorsorge“, lacht der Autohaus-Chef. Der so produzierte Strom wird komplett ins öffentliche Netz eingespeist; was seine Firma noch an elektrischer Energie benötige, beziehe man bei MANN Naturenergie.

Ladung läuft”: … heißt es im Display. Dahinter arbeitet ein „Juice Charger 2“ mit 22 kW.

„Es hat mit Glaubwürdigkeit zu tun“, findet Jochen Ermert, dass man sich auch als Autohaus um regenerative Energiequellen kümmere, erst recht, wenn man Elektroautos verkaufe. Deswegen erteilte er seinem Energielieferanten seinerzeit den Auftrag, ihn mit entsprechender Ladeinfrastruktur auf dem Wissener Gelände auszustatten. Eine Vorgabe dabei war es, dass die neue Säule so konstruiert sein sollte, dass bei Bedarf weitere Ladepunkte hinzukommen, also mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können, die auf dem Hof vor den Ausstellungs- und Werkstatthallen ohnehin nebeneinander stehen.

Marco Lenz, Kundenberater bei MANN Naturenergie, der zudem ein alter Bekannter Ermerts ist („Wir kennen uns schon ewig“), hatte die Idee zur ungewöhnlichen Apparatur. Er fertigte eine Zeichnung seiner Vorstellung an, nach dieser realisierte der Edelstahlbauer „SIMEK“ in Derschen die auffällige Konstruktion. Deren Grundfläche ist dreieckig, es könnten so zusätzliche Anschlüsse in alle Richtungen ergänzt werden. Im glänzenden Gehäuse steckt als Ladetechnik ein „Juice Charger 2“, der 22 Kilowatt (kW) leistet. Diese Größenordnung war eine Vorgabe der Autohersteller Seat und Skoda.

Jochen Ermert: Der Autohändler erwartet, dass die Reichweite der E-Fahrzeuge bald deutlich steigen werden.

Die Kunden des Wissener Autohauses seien, was E-Mobilität angeht, „bestens informiert“, wenn sie in sein Geschäft kommen und ein (teil-)elektrisch angetriebenes Fahrzeug suchen, hat Jochen Ermert beobachtet. „Die Kunden haben hier in der Region oft ihr freistehendes Eigenheim, laden den Wagen komfortabel in der eigenen Garage über Nacht, sind auf öffentliche Ladeinfrastruktur nicht so angewiesen“, sagt er. Klar, die Wallbox-Förderung der staatlichen KFW-Bank, die einen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden gewährt, bringe das Thema zusätzlich voran.

Der „Superb“ vor der Ausstellungshalle ist inzwischen „voll“, beziehungsweise seine 37 Amperestunde fassende Batterie vor der Hinterachse geladen. Und die ungewöhnlich gestaltete Säule, an der der Pkw „hängt“, ist ein schönes Beispiel, dass MANN inzwischen mehr liefert, als nur den eigentlichen Strom, der aus dem „Juice Charger“ kommt.

Uwe Schmalenbach

Am Ende die fertige Wallbox an der Wand

Sebastian Uhr freut sich, jetzt auch zum Team von MANN Naturenergie zu gehören. Der Hachenburger betreut zusammen mit seinem Kollegen Marco Lenz private wie gewerbliche Kunden, die eine Ladeinfrastruktur für E-Autos benötigen. Die neue Abteilung Elektromobilität sorgt dafür, dass von der Beratung, über die Auswahl und Installation der „Hardware“, bis hin zum Strom aus erneuerbaren Quellen komfortabel alles von einem Ansprechpartner kommt.

„Immer öfter wurden wir von unseren Strom-Kunden gefragt, wo sie geeignete Technik bekommen oder ob wir nicht zu unserem zertifizierten Grünstrom die passende Ladevorrichtung direkt mitliefern könnten, damit ein Elektroauto ‚erneuerbar‘ getankt werden kann. Man merkte außerdem, dass es bei dem Thema einen großen Informationsbedarf gibt“, schildert Marco Lenz, der sich bei MANN Naturenergie um die Beratung von Kunden kümmert. Aus dem beschriebenen Bedarf ist jetzt eine eigene „Abteilung E-Mobilität“ geworden. Damit die von der Betreuung, über die fertige Wallbox an der Wand, bis hin zum MANN Ökostrom, der daraus eine Batterie speist, alles aus einer Hand bieten kann, verstärkt Sebastian Uhr seit Mitte Oktober das Team.

Sebastian Uhr: Seit Mitte Oktober im Dienst, macht es Sebastian Uhr viel Freude, die passende technische Lösung für unsere Kunden zu konfigurieren, anzubieten und zu installieren, „so dass hinterher alles perfekt läuft”. (Foto:Schmalenbach)

„Es war eigentlich eine spontane Idee, bei MANN anzufangen“, erzählt Sebastian Uhr. Denn an sich habe er seinerzeit bereits ein anderes Engagement sicher gehabt, als er plötzlich von Freunden und Bekannten Hinweise bekam, dass MANN Naturenergie jemanden für die E-Mobilitätssparte suche. Doch der Entschluss fiel schnell, sich kurzfristig anders zu entscheiden und bei MANN anzufangen.

Die Voraussetzungen, die Sebastian Uhr mitbrachte, waren bestens geeignet, um die Aufgaben anzunehmen, die der Langenbacher Energieversorger unter anderem mit seiner Hilfe lösen will: Uhr ist gelernter Elektriker der „Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung in den Jahren 2005 bis 2009 machte der gebürtige Hachenburger zudem das Fachabitur, nahm 2012 ein Studium der Elektrotechnik in Sankt Augustin auf: „Da bin ich auf die ganzen Themen rund um erneuerbare Energien gestoßen und habe gemerkt, dass ich beruflich in diese Richtung möchte!“

Diesen Wunsch konnte er sich mit dem Einstieg bei MANN Naturenergie erfüllen. Jetzt bearbeitet Sebastian Uhr die Kundenanfragen, die reichlich eingehen. Meist wünschen die Menschen sich die Erstellung entsprechender Angebote, und zumeist folge danach ein Auftrag, wie der MANN-Mitarbeiter berichtet. Mit sämtlichem Material fährt er anschließend zum Kunden, „und der hat am Ende des Tages eine fertige, betriebsbereite Wallbox an der Wand, muss sich um nichts kümmern“, erläutert der Elektriker.

Alles aus einer Hand eben. Wobei Sebastian Uhr und Marco Lenz schon mehrfach erlebt haben, wie sich aus dem ursprünglichen Wunsch nach geeigneter Ladeinfrastruktur im Bereich der Firmenkunden oftmals sehr komplexere Fragestellungen wie die nach dem dazugehörigen Lastmanagement entwickeln. „Natürlich ist manche Aufgabe, die wir gestellt bekommen, schwierig – aber es macht mega Spaß, wenn man dann am Ende nach sorgsamer Planung mit der fertigen Lösung zu den Kunden fahren und die Installation durchführen kann. Und am Ende läuft alles, wie es soll und wie gewünscht!“, beschreibt Uhr.

Wie umfangreich das Thema ist, mag man der Tatsache entnehmen, dass MANN inzwischen mit fünf verschiedenen Herstellern zusammenarbeitet und deren Ladetechnik einsetzt. Jeder Anbieter habe bei seinen Geräten etwas Besonderes, verdeutlicht Marco Lenz, „beziehungsweise es geht vielfach auch um die Kombination von Feinheiten bei den Features wie etwa den verbauten Displays oder den Einsatz von RIFD-Technik, über die beispielsweise eine Firma die Möglichkeit bekommt, bei der Nutzung mehrerer E-Autos in der Firmenflotte jedes Fahrzeug einzeln an der Ladestation zu erfassen und zu ermitteln, welcher Mitarbeiter wie viel Strom getankt hat.“

E-Mobilität: Die „Abteilung E-Mobilität” ist gewachsen, der Platz im zentralen Verwaltungsgebäude von MANN wurde zu knapp. Sebastian Uhr (rechts) hat darum gemeinsam mit Marco Lenz die Alte Schule in Langenbach bezogen, die dem Firmengebäude direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite liegt.

Doch momentan seien es etwas häufiger die Privatkunden als die gewerblichen, die für viel Arbeit sorgten, sagt Sebastian Uhr. Mancher, der ein E-Auto oder Hybrid gekauft hat, merkt, dass das Laden an der normalen Steckdose nicht wirklich sinnvoll ist und schafft dann doch eine richtige Wallbox an. Die Förderung der KfW in Höhe von 900 Euro für eine Wallbox trägt gewiss dazu bei. Und „für 1.000 bis 2.000 Euro hat man die heimische Ladetechnik bereits fix und fertig an der Wand“, hebt Marco Lenz hervor.

Zu tun haben die zwei Experten reichlich, die Anzahl der entsprechenden Projekte im laufenden Jahr stieg gegenüber 2018 um enorme 290 Prozent! Alle Altersklassen seien bei den Anfragen vertreten, die Kunden unterschiedlich vorinformiert.

Die Entwicklung des Bereichs E-Mobilität bei MANN Naturenergie schreitet dem folgend immer weiter voran. In Kürze wird ein „Citroën ë-Jumpy“ in Dienst gestellt, ein rein elektrisch fahrender Kastenwagen, wie er derzeit noch höchst selten von Handwerksunternehmen eingesetzt wird. So gelangt auch jedwedes benötigte Installationsmaterial „elektrisch“ zum Kunden, und das Fahrzeug laden Lenz und Uhr natürlich auf dem MANN-Firmengelände mit selbst erzeugtem Grünstrom. Personell soll die Leistungsfähigkeit der jungen Abteilung ebenfalls der großen Nachfrage angepasst und daher ausgeweitet werden: 2021 kommt ein bereits eingestellter Elektromeister als weiterer neuer Mitarbeiter hinzu, der Uhr und Lenz unterstützen wird.

Sebastian Uhr schielt allerdings noch aus einem weiteren Grund schon vorfreudig auf 2021: Der Hachenburger betreibt in seiner Freizeit als Hobby die Restauration alter Autos. Und sein absolutes Highlight – ein 1967er „Mustang“ – werde „demnächst“ fertig. Wann genau? „Demnächst“, zwinkert der sympathische MANN-Mitarbeiter nochmals. Erst müssen noch etliche Wallboxen installiert werden.

Uwe Schmalenbach

Zeit für Dein Waldklima-Versprechen. Initiative bis 31. Dezember verlängert

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Challenge-Teilnahme bis 31.12.2020 verlängert!

Die Natur dankt es Dir.

Corona-Heimwerker-Challenge kreativ gemeistert

Während der Corona-Zeit werden nicht nur Eltern kreativ, um den Nachwuchs zu beschäftigen. Häufig kommen die Ideen seitens der Kinder, was man denn alles machen, bauen und gebrauchen könnte. Und da der nächste Frühling ja schon fast vor der Tür steht, lag der Gedanke der Tochter unseres Mitarbeiters nahe, ein Vogelhäuschen zu bauen! Wie gut, dass der Papa an der Quelle sitzt und ruckzuck ein paar Bretter der Westerwälder Holzpellets mit nach Hause brachte. Wir sind der Meinung, das hat sie wahnsinnig toll gemacht! Respekt und alle Daumen hoch für die junge Heimwerker-Königin!